| 02:32 Uhr

Neutralisationstest mit Soda

Senftenberg/Raddusch. Ein Neutralisationstest im Grubenwasser-Absetzbecken der ehemaligen Grubenwasser-Reinigungsanlage Raddusch wird derzeit von der LMBV mit Soda fortgesetzt. Nach der Inbetriebnahme einer mobilen Konditionierungsanlage im vorigen November hat der beauftragte Wasser- und Bodenverband "Oberland Calau" WBVOC zuvor einen Neutralisationstest vom 1. red/bt

Halbjahr 2017 mit drei anschließenden Kampagnen fortgeführt. Innerhalb von je drei Arbeitstagen wurden dabei damals pro Einsatz etwa drei bis fünf Tonnen Weißkalkhydrat in das Grubenwasserabsetzbecken eingebracht.

Die Testreihe wurde nun mit dem fünften Neutralisationstest im Maximalstau des Grubenwasserabsetzbeckens fortgesetzt. Es wurden vier Tonnen Natriumkarbonat, dies ist auch als Soda bekannt, vollflächig im Becken verteilt, teilte der LMBV-Verantwortliche und häufig als Ocker-Beauftragter des Unternehmens genannte Sven Radigk mit.

Der Leiter der LMBV-Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz beim Bergbausanierer erklärte, dass wiederum eine modifizierte mobile Anlagentechnik zum Einsatz gekommen ist. Ein Vorlagebehälter für Klarwasser, jeweils eine Misch- und Brauchwasserpumpe, eine schwimmfähige Rohrleitung sowie ein Saugspülbagger als Austragseinheit wurden genutzt.

Mit dem Wechsel des Neutralisationsmittels - Soda statt Kalk - soll eine verbesserte Pufferung des pH-Wertes erzielt werden. Damit können sich die erforderlichen Nachbehandlungszyklen im Absetzbecken Raddusch deutlich verlängern. Der Neutralisationstest wurde auf das Umfeld des Naturhafen Raddusch erweitert. So soll durch die Umleitung des Kahnsdorfer Feldgrabens sowie des Göritzer Mühlenfließes deren Auswirkung auf die Radduscher Kahnfahrt erkundet werden.