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Neustadtfest im neuen Gewand

Junges Ensemble, alter Sommerhit: Knirpse und Erzieherinnen der Kita "Spiel und Spaß" präsentieren mit Macarena, dass sie den Modetanz aus dem Jahr 1993 beherrschen, nach dem sich schon ihre Eltern und Großeltern gedreht haben. Mehr Fotos: www.lr-online.de/bilder/
Junges Ensemble, alter Sommerhit: Knirpse und Erzieherinnen der Kita "Spiel und Spaß" präsentieren mit Macarena, dass sie den Modetanz aus dem Jahr 1993 beherrschen, nach dem sich schon ihre Eltern und Großeltern gedreht haben. Mehr Fotos: www.lr-online.de/bilder/ FOTO: U. Hegewald/uhd1
Lübbenau. "Wir wollten es etwas knuffiger haben. Ich denke, das ist uns gelungen", konstatiert Queenie Nopper von der Lübbenaubrücke die Neuausrichtung. Uwe Hegewald / uhd1

Die Bühne wurde erstmals in den Vorgarten des neuen WiS-Geschäftssitzes platziert und nahezu alle Aktivitäten des Lindenfestes auf den Oer-Erkenschwick-Platz verlagert.

"Die Veranstaltung ist kompakter ausgerichtet, erweist sich als familiärer und übersichtlicher", resümiert auch Carolin Brüstel, von der Projektkommunikation Hagenau GmbH aus Potsdam. "Wir sind von Anfang an bei den Lindenfesten mit an Bord, aber nur ein Glied der Kette. Mit der Stadt Lübbenau, der Lübbenaubrücke den beiden Wohnungs-Profis WiS und GWG und der Potsdamer Agentur liegt die Ausrichtung der Nonstop-Party in den Händen eines Quintetts", erklärt sie. Passend zur Neuausrichtung mischt sich WiS-Ente "Liesel" unters Publikum, die zwischenzeitlich im Jungbrunnen geschwommen sein muss. "Das frühere Kostüm haben wir gegen ein neues und weniger schweres ausgetauscht", berichtet WiS-Geschäftsführer Michael Jakobs.

Die Person hinter der Plüsch-Fassade ist indes eine bekannte geblieben: Eric Hütter, ehemaliger Azubi und derzeitiger Immobilienwirtschafts-Student. "Selbstverständlich bin ich lieber Mensch als Ente, aber mir macht der Job richtig Spaß", so der 23-Jährige der eigens für diesen Job den (Heim-)Weg aus dem Wahl- und Studienort Holzminden (Niedersachsen) in die Spreewaldstadt angetreten hat.

Wie viele Runden "Liesel" an der Seite von Betreuerin Franziska Andrés (22) übers Festgelände dreht, sei für Eric Hütter nicht von Bedeutung. "Wichtig sind mir die Begegnungen mit den Menschen, insbesondere mit Kindern", betont er. So schaut er zu, wie kleine und große Bühnenkünstler das Publikum unterhalten, wie Marius Matzanke (16) riesige Seifenblasen aufsteigen lässt oder die erst achtjährige Eva Dakeva gleich mehrmals die Kletterwand emporsteigt. "Bis oben sind es immerhin 8,50 Meter. Das entspricht in etwa dem Niveau des vierten Stockes eines Neubaublocks", erzählt Manfred Schlender von der Brandenburgischen Sportjugend. Die eigenständig tätige Jugendorganisation im Landessportbund Brandenburg zählt zu den Dauergästen der Lindenfeste, wie das Moderatorenduo Daniel Friedrich und Robert Köhler. Wir machen das zum fünften Mal und sind genauso glücklich wie beim ersten Mal", beteuert Köhler. Ob sie auch das 18. Lindenfest-Programm moderieren werden? "Das liegt in den Händen der Veranstalter und daran, ob sie uns dem Publikum weiterhin zumuten wollen", antwortet er mit einem Augenzwinkern.

Auf Tuchfühlung mit den Gästen gehen auch rund 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7.4 des Paul-Fahlisch-Gymnasiums. Als Wichtel verkleidet verteilen sie Lindenfest-Gewinnspiel-Zettel. "Hundert Euro für die Klassenkasse sind uns sicher. Da schlüpft man schon mal in lustige Kostüme", begründet Niklas Lindner (12). Genäht wurden diese in der Näh- und Kreativwerkstatt der Lübbenaubrücke, die den Samstag unter anderem dazu nutzt, das bevorstehende Spreewaldatelier (16. bis 23. September) zu bewerben. "Kunst vor der Haustür" lautet das Spielprojekt mit dem bekannten Stadtviertel-Teppich, das Appetit auf das Stelldichein der Kunstszene machen soll.

Apropos Appetit: Andreas Rißka, Vorstand der Gemeinschaftlichen Wohnungsbaugenossenschaft der Spreewaldstadt Lübbenau eG (GWG) kündigt einen weiteren Höhepunkt in der Neustadt an: "Am Freitag, 22. September, feiern wir von 15 bis 22 Uhr 60 Jahre GWG. Mit einem Bühnenprogramm, Beköstigung und einer Wiedereröffnung der ehemaligen Kultgaststätte Turbine. In der wird eine Ausstellung zur Entwicklung der GWG in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten gezeigt", kündigt er an.