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Neupetershainer Bahn rollt im Fünf-Minuten-Takt

Lokführer Jürgen Förster aus Annaberg-Buchholz ist ein gefragter Mann. Ständig finden sich Reisende ein, die auf der neu errichteten Mini-Bahn in Neupetershain mitfahren wollen.
Lokführer Jürgen Förster aus Annaberg-Buchholz ist ein gefragter Mann. Ständig finden sich Reisende ein, die auf der neu errichteten Mini-Bahn in Neupetershain mitfahren wollen. FOTO: Uwe Hegewald
Neupetershain. Die ganze Bandbreite der Modellbahn-, Modellbau und Puppenwelt hat sich zum Jubiläum des gleichnamigen Vereins am Wochenende präsentiert. Höhepunkt anlässlich des 30-jährigen Bestehens ist die Inbetriebnahme der neuen Mini-Bahn-Anlage auf dem Vereinsareal in der Thomas-Mann-Straße. uhd

"Das Interesse, mit unserer Fünf-Zoll-Mini-Bahn mitzufahren, ist enorm", konstatiert Vereinsvorstand Dankward Mönnig.

Für Lokführer Jürgen Förster bleibt kaum Zeit, sich einen Kaffee zu gönnen. Zur Unterstützung ist der 70-Jährige aus Annaberg-Buchholz angereist - samt Eigenbaulok. "Rund 1000 Arbeitsstunden stecken allein in einer Lok", informiert der Sachse, bevor er seine Dienstmütze in den Nacken schiebt und zur erneuten Fahrt antritt. Quasi im Fünf-Minuten-Takt wechseln die Fahrgäste zur Umrundung des Vereinsareals. Im Inneren ziehen mehrere Puppenwelten und Bahnanlagen die Blicke auf sich, darunter Gastanlagen aus Chemnitz, Magdeburg, Lübbenau oder Senftenberg.

Kreisstädter Andreas Noack hat seine Anlage mitgebracht, die auf Grundlage eines dänischen Spielwaren-Produzenten basiert. "Mein Ziel ist es, Modelle und Anlagen so zu konzipieren, dass sich das ursprüngliche Baukastenprinzip erst auf dem zweiten Blick erschließt", so Noack, der schon Appetit auf einen weiteren Höhepunkt machte: die 6. Lausitz-Modellbau vom 17. bis 19. November in der Niederlausitzhalle Senftenberg. Arndt Philippson versucht, keine regionale Schau zu verpassen. Mehr noch: Wenn der Görlitzer angefragt wird, bringt er sich gern als Helfer bei Ausstellungen ein. In Neupetershain macht er sich am Einlass nützlich. "Ich kenne die Neupetershainer Freunde seit ihrer Vereinsgründung vor 30 Jahren. Stillstände gab es nie. Die Mitglieder können stolz auf das sein, was sie in den zurückliegenden drei Jahrzehnten entwickelt haben", lobt er.

Mit seiner Formulierung folgt Philippson den Worten von Bürgermeisterin Marita Theile und Marina Nasdall, der Vorsitzenden des Neupetershainer Kultur-Ausschusses. "Wir sind so froh, dass es euch gibt", beteuern beide, bevor sie in die Mini-Bahn einsteigen.