ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:11 Uhr

Wohnungswirtschaft
Neues Wohnquartier in der Altstadt

 Voraussichtlich ab 2021 sollen die neuen Wohnungen in dem Karree zwischen Karl-Marx-Straße und Gartenstraße gebaut werden.
Voraussichtlich ab 2021 sollen die neuen Wohnungen in dem Karree zwischen Karl-Marx-Straße und Gartenstraße gebaut werden. FOTO: MKS Architekten Ingenieure GmbH
Lübbenau/Altdöbern. Bei der WIS arbeitet man 2019 an drei Projekten: In der Altstadt ist ein neues Quartier geplant, in der Neustadt startet das Bauvorhaben „Wohnen an den Gärten“. Investiert wird auch in Altdöbern. Von Daniel Preikschat

Die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald investiert 2019 wieder deutlich mehr. Beschränkte man sich 2018 noch auf Planung und Instandhaltung, wird in diesem Jahr auch gebaut und abgerissen. Entsprechend deutlich ist der Unterschied bei den Gesamtinvestionen: drei Millionen Euro für 2018 stehen 17 Millionen Euro für 2019 gegenüber.

Für Planung und Realisierung von drei größeren Projekte gibt die WIS 2019 und auch noch in den folgenden Jahren allein 15 Millionen Euro aus, so Geschäftsführer Michael Jakobs. In dem geplanten kleinen Wohnquartier Ecke Karl-Marx-Straße/Gartenstraße werden die neun zweigeschossigen Einfamilienhäuser mit begrünten Dächern und das Stadthaus mit nochmals neun Wohnungen voraussichtlich erst 2021 gebaut. Der Plan dafür liegt mittlerweile jedoch vor. Das Spremberger Planungsbüro MKS konnte sich mit seinem Entwurf für die Gestaltung der 1680 Quadratmeter großen Fläche durchsetzen. Bei der WIS rechnet man mit fünf Millionen Euro, die zu investieren sind. Vor dem Neubau müsse auf der Fläche viel abgerissen werden. Erhalten bleibt eine alte Einlegerei. Der Backsteinbau, an den ein neues Stadthaus anschließen wird, werte das Ensemble auf, so Jakobs.

Vor allem die Spreewälder selbst, sagt der Geschäftsführer, wolle man ansprechen. Wobei in dem Stadthaus kleinere Wohnungen etwa für Singles entstehen, während die „Kettenhäuser“ für Famlien gedacht sind. Gute Lage, gute Anbindung, viel Grün und die Mitnutzung der alten Einlegerei rechtfertigten voraussichtliche Nettokaltmieten von 7,50 Euro bis acht Euro für den Quadratmeter. Es gebe bereits mehr als hundert Interessebekundungen.

Ebenfalls gut sei die Nachfrage für ein ganz anderes Mietangebot in der Neustadt. „Wohnen an den Gärten“ wird es bei der WIS genannt und berücksichtigt vor allem die Bedürfnisse von Senioren. Den Entwurf konnte das Wohnungsunternehmen bereits im vergangenen Jahr vorlegen. In der zweiten Hälfte diesen Jahres nun wird gebaut. Aus 90 Wohnungen in den über Eck in der Schumann- und in der Seelenbinderstraße stehenden Plattenbauten werden 58, dabei zwei Hausaufgänge weggenommen. Komplett barrierefrei zugänglich werden die umgebauten Wohnungen sein, jeder Hausaufgang bekommt einen Aufzug. Die Wohnungen selbst werden ebenfalls barrierefrei sein – und mit modernster Technik ausgestattet, die älteren Menschen das Wohnen erleichtern soll, führt Jakobs aus.

Wie schon in der Straße der Jugend arbeitet die WIS auch in der Schumannstraße mit der AWO zusammen. In einem Flachbau mit etwa 560 Quadratmetern Nutzfläche – und mit beiden Wohnblöcken verbunden – werden Tagespflege, Gemeinschaftsraum und Concierge eingerichtet. Von Gemeinschaftsraum und Tagespflege aus sind auch die vier Gärten erreichbar. Sie sollen jeweils ihren eigenen Charme entfalten. In dem einen Garten könnte etwas angebaut werden, ein anderer wiederum eher der Entspannnung dienen, stellt sich Jakobs vor. Wichtig für ihn zu betonen ist außerdem der Sicherheitsaspekt. Das ganze Ensemble sei geschützt und eingefriedet. Aus Sicht des Geschäftsführers wird damit auch das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner gestärkt. Für dieses vorläufig größte WIS-Projekt sind 7,2 Millionen Euro eingeplant. Komplett fertig gestellt sein dürfte die Anlage „Wohnen an den Gärten“ im Winter 2020/2021.

Eine Millioneninvestition tätigt das kommunale Wohnungsunternehmen auch in Altdöbern. Am Markt 4, kündigt der Geschäftsführer an, wird gegenüber dem Schloss ein Altbau saniert und um einen Anbau erweitert. Insgesamt 21 Wohnungen werden über zwei Aufzüge barrierefrei erreichbar sein. Baubeginn soll Ende diesen Jahres sein. Drei Millionen Euro sind für Planung und Umsetzung des Vorhabens eingeplant. In Altdöbern gebe es noch wenig Angebote dieser Art, zeigt sich Jakobs zuversichtlich, was die Nachfrage anbetrifft.

Im Blick behalten muss die WIS 2019 aber auch die Instandhaltung ihres Bestands. Hierfür sind immerhin nochmal zwei Millionen Euro eingeplant. Unter anderem müssen ein Trinkwasserstrang sowie mehrere Fassaden saniert werden, so der Geschäftsführer. Es werden weitere Fahrradhäuser gebaut und im Wohngebiet „An den Linden“ Stellflächen, konkret in der Liebknecht- und in der Schillerstraße. Bis Sommer 2019 erweitert die WIS außerdem die Rettungswache um drei weitere Ruheräume mit Flur.