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Neues Wahrzeichen ohne Calau?

Im Mai 2014 trafen sich Vertreter der Gemeinde Luckaitztal, des Amtes Altdöbern und der Stadt Calau zu einem Gespräch am neuen Standort des Aussichtsturmes in der Calauer Schweiz. Mit dem versetzten Standort, gegenüber dem früheren Turm, können Besucher später auch den Blick auf die Silhouette der Stadt Calau genießen.
Im Mai 2014 trafen sich Vertreter der Gemeinde Luckaitztal, des Amtes Altdöbern und der Stadt Calau zu einem Gespräch am neuen Standort des Aussichtsturmes in der Calauer Schweiz. Mit dem versetzten Standort, gegenüber dem früheren Turm, können Besucher später auch den Blick auf die Silhouette der Stadt Calau genießen. FOTO: U. Hegewald/uhd1
Luckaitztal/Calau. Der Ersatzneubau Aussichtsturm in der Calauer Schweiz ist auf den Weg gebracht. 590 000 Euro wird das neue Wahrzeichen im beliebten Naherholungsgebiet kosten. Erwartungsvoll blicken die Luckaitztaler nach Calau, wo die anstehende Verabschiedung des Haushaltes zeigen wird, ob sich die Stadt an den Kosten beteiligt. Uwe Hegewald / uhd1 uhd1

In der zurückliegenden Woche haben sich die Abgeordneten der Gemeinde Luckaitztal (Amt Altdöbern) mehrheitlich für den Ersatzneubau Aussichtsturm in der Calauer Schweiz ausgesprochen. Ausschlaggebend war die Bereitstellung von Fördermitteln über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) "Energieregion im Lausitzer Seenland". 442 500 Euro beträgt der Förderanteil für den Ersatzneubau des ehemaligen Aussichtsturmes, der 2014 wegen bautechnischer Mängel abgerissen worden war. Manko des alten Turmes: Für Besucher blieb der Blick auf die Stadt Calau aus. Durch Standortwechsel, der sich mit einem Höhenzugewinn von 16 Metern niederschlägt und der neuen Plattform in 34 Metern Höhe (alter Turm 18 Meter) ist künftig auch die Silhouette der Stadt Calau zu sehen. Roland Schneider, Bürgermeister von Luckaitztal, betont, dass die Stadt Calau seit 2012 in das Vorhaben einbezogen ist, einschließlich Planungsmodalitäten und veränderte Standortwahl. "Wir haben das Langzeitprojekt Aussichtsturm immer als ein Gemeinschaftsprojekt des Amtes Altdöbern, der Gemeinde Luckaitz tal und der Stadt Calau verstanden", so Schneider.


Für das Projekt federführend ist die Gemeinde Luckaitztal, da sich der Standort auf deren Gemarkung befindet und nur sie berechtigt ist, Fördermittel zu beantragen. Nach der Fördermittelbenachrichtigung für den Turm hält sich die Calauer Stadtverordnetenversammlung bedeckt. "Wir sind etwas enttäuscht, geht es doch darum, den Langzeittourismus als Gemeinschaftsprojekt zu beleben und das Angebot für die Calauer Schweiz attraktiver und einladender zu gestalten", so Roland Schneider. Für die kleine Gemeinde, die bereits für Projektentwurf, Planung, ökologische Voruntersuchung oder Baugrundgutachten in Vorleistung gegangen ist und der eine Baugenehmigung inklusive aller naturschutzrechtlichen Genehmigungen vorliegt, beträgt der Eigenanteil noch immer 147 500 Euro. Offen bleibt, ob die Stadt Calau in die Mitfinanzierung des neuen Wahrzeichens der Calauer Schweiz einsteigt, dessen Namen das Naturschutz- und Naherholungsgebiet trägt. Bis Ende Februar muss der Antrag für die zugesagten Fördermittel beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Luckau eingereicht sein. "Sobald die Mittel bewilligt sind, geht es in die Ausschreibung für die einzelnen Leistungen", erklärt Roland Schneider.

Zum Thema:
Für den Bau des Turmes ist eine Mauerwerks konstruktion geplant, die durch Verwendung von Klinkern an der Außenfassade Bezug zur in dieser Region typischen Ziegelproduktion nimmt. Zudem garantiert das Material Langlebigkeit und einen geringen Wartungsaufwand. Als Muster gilt der baugleiche Aussichtsturm Hösseringen (Niedersachsen).