(red/dpr) Die städtische Wohnungsgesellschaft Vetschau (WGV) als Bauherr und der ASB Ortsverband Lübbenau/Vetschau e.V. als Betreiber befinden sich derzeit in der Planung für umfangreiche Baumaßnahmen in der Heinrich-Heine-Straße 16-25. Es entsteht, im Wohnquartier, eine Tagespflegeeinrichtung mit etwa 18 Plätzen, teilt der ASB mit.

Zusätzlich werden im Gebäude Wohnungen seniorengerecht und barrierefrei modernisiert. Das Wohngebäude wird durch einen eingeschossigen, barrierefreien Anbau auf der Rückseite des Gebäudes erweitert, der Blick und Zugang in eine Grünanlage eröffnet.

Der Hintergrund der Erweiterung ist der erhöhte Bedarf an Tagespflegeeinrichtungen in der Region, heißt es weiter: „Immer mehr Seniorinnen und Senioren benötigen Hilfe im Alltag, daher möchten wir unser gemeinsames Angebot ausbauen.“ Dabei handle man nach dem Motto: „Verwurzelt im Quartier, tagsüber gemeinsam, abends in den eigenen vier Wänden“ können die Menschen in Ihrem gewohnten Lebensraum verbleiben und in einer Tagespflegeeinrichtung Hilfe, Betreuung und Gemeinschaft erleben. (siehe www.asb.de/unsere-angebote/pflege/tagespflege).

Der Bauantrag soll laut Karsten Strüver, Geschäftsführer der WGV, und Alexander Kohl, Geschäftsführer ASB OV Lübbenau/ Vetschau e.V., noch im September eingereicht werden. Der Baubeginn ist für den Herbst 2019, die Eröffnung der Einrichtung für das Frühjahr 2020 geplant. Die betroffenen Mieter wurden bereits informiert. Das Planungsbüro ist die P. Jähne Ingenieurbüro GmbH aus Cottbus.

Die Stadt Vetschau als Gesellschafter der WGV unterstützt das Wohnkonzept „Gemeinsam Leben und Wohnen in jedem im Alter“, so Strüver. Ziel ist die Entwicklung zu einem Wohnviertel, in dem sich jüngere, ältere und pflegebedürftige Menschen gemeinsam wohl fühlen und jeglichen Versorgungsbedarf in unmittelbarer Nähe vorfinden.

In den letzten 20 Jahren haben sich neben der klassischen ambulanten Haus- und Krankenpflege sowie der vollstationären Pflege im Heim zahlreiche alternative und ergänzende Pflegeangebote wie zum Beispiel die Tagespflege herausgebildet, heißt es vom ASB. Der Wohlfahrtsverband unterstütze diese flexiblen Formen der Tagesbetreuung. Bestreben sei es, die Selbstständigkeit älterer pflegebedürftiger Menschen so lange wie möglich zu fördern, zu erhalten, sowie Teilhabe und Mitwirkung am gemeinschaftlichen Leben zu ermöglichen. Damit werden die Angehörigen ein Stück weit zu unterstützt beziehungsweise entlastet.