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Neuer Vorstand im Aufzug nach oben

Im Aufzug oben: Andreas Rißka (l.) folgt als GWG-Vorstand Hans-Dieter Vollmer. Holger Siebert (r.) ist nun Vorstandssprecher.
Im Aufzug oben: Andreas Rißka (l.) folgt als GWG-Vorstand Hans-Dieter Vollmer. Holger Siebert (r.) ist nun Vorstandssprecher. FOTO: Jan Gloßmann
Lübbenau. Der Aufsichtsrat der Gemeinschaftlichen Wohnungsbaugenossenschaft Lübbenau hat mit Andreas Rißka ein neues Vorstandsmitglied bestellt. Das Eigengewächs steht für einen langfristig intern vorbereiteten Generationswechsel. Jan Gloßmann

Es geht nach oben in der Richard-Wagner-Straße 4 und 5, vom Parterre bis in den vierten Stock. Für Andreas Rißka hat die Lift-Fahrt am Dienstag auch etwas Symbolisches. Der 37-Jährige ist vom Aufsichtsrat der Gemeinschaftlichen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) Lübbenau als neues Vorstandsmitglied bestellt worden. Der Kaufmann löst per 1. Mai den langjährigen Vorstandssprecher Hans-Dieter Vollmer ab, der in den Ruhestand geht.

Rißka steht dabei für einen internen Generationswechsel. Er ist seit 2001 im Unternehmen, führte zuletzt das Controlling und die kaufmännische Abteilung und war Vorstandsassistent. Neuer Sprecher des gleichberechtigt agierendes Vorstands-Duos ist Holger Siebert. "Wir haben die GWG in den vergangenen 15 Jahren erfolgreich im Lübbenauer Wohnungsmarkt positioniert", erklärt Siebert. Die GWG verwaltet etwa 2000 Wohnungen in der Stadt. Die künftige Arbeit werde vom demografischen Wandel mit älter werdenden Mietern, aber auch anhaltenden Wegzügen und somit Leerständen nicht einfacher. Es gebe zudem ein sich veränderndes Klientel von Wohnungssuchenden mittlerweile "aus ganz Europa". Auf die Mieter-Bedürfnisse reagiere die GWG bereits mit dem Einbau von Aufzügen in verschiedenen Wohnblöcke. Mieter-Informationen gibt es beispielsweise schon auf Polnisch. Zudem werde der Vermietungsstand laufend überprüft - so sollten die Eingänge in der Wagnerstraße 4/5 sowie die gegenüberliegenden ursprünglich mal aus städtebaulich-ästhetischen Gründen abgerissen werden. Davon nahm man Abstand, da sich das Quartier gut entwickelte. Für gut 155 000 Euro wurden nun Aufzüge nachgerüstet.

Die Aufsichtsrats-Vorsitzende der GWG, Margitta Mathan, bekräftigt die Strategie der Genossenschaft, Führungskräfte im eigenen Haus zu entwickeln. Gute Vorstandsarbeit, gepaart mit der Tätigkeit von Aufsichtsrat und Vertreterversammlung, seien für Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens sowie künftige Strategien bis hin zu langfristigen Nachfolgeregelungen gemeinsame verantwortlich. So sichert die GWG bereits jetzt über zwei Stellen fachlichen Nachwuchs.