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Neuer Verein steckt seine Ziele ab
Neuer Verein will See mitgestalten

Der Radweg am Altdöberner See gilt als Anziehungspunkt. So führte der bekannte Altdöberner Touristiker Eckhard Hoika (rechts) bereits Teilnehmer der LR-Sommertour an den Solitärsee, der aufgrund seines Ufer-Reliefs auch „Bergsee des Lausitzer Seenlandes“ genannt wird.
Der Radweg am Altdöberner See gilt als Anziehungspunkt. So führte der bekannte Altdöberner Touristiker Eckhard Hoika (rechts) bereits Teilnehmer der LR-Sommertour an den Solitärsee, der aufgrund seines Ufer-Reliefs auch „Bergsee des Lausitzer Seenlandes“ genannt wird. FOTO: Uwe Hegewald / Hegewald Uwe
Altdöbern. „Freunde des Altdöberner Sees“ stellen sich in der Öffentlichkeit vor. Der Verein will Vorschläge für die Zukunft des Sees einbringen.

Auf einer Informationsveranstaltung im Altdöberner Schützenhaus, hat sich der im Herbst 2016 gegründete Verein „Freunde des Altdöberner Sees“ erstmals im größeren Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert. „Unser Wunsch ist es, dass sich der Altdöberner See entwickelt, unser Ziel ist es, an der Ausgestaltung mitzuwirken, Ideen zu bündeln und Vorschläge einzubringen“, erklärte Andreas Ecker das Anliegen.

Er ist Gründungsmitglied des seit Juli 2017 eingetragenen Vereins mit derzeit zehn Mitgliedern. Nur zusehen, was am Altdöberner See und seinem Umfeld passiert, sei den Mitgliedern zu wenig, die zum Großteil aus der Bürgerinitiative (BI) „Altdöberner See“ hervorgegangen sind.

Der BI war es schließlich gelungen, den Bergbausanierer LMBV davon abzubringen, Eisenhydroxid in den See zu verklappen, der sich aufgrund hydrologischer Gegebenheiten von selbst füllt. „Mit dem Erreichen des Füllendstandes ist nach neuesten Erkenntnissen nicht vor 2025 zu rechnen“, informierte Andreas Ecker, mahnte aufgrund des langen Zeitfensters jedoch davor in Lethargie zu verfallen. Seit 2014 treffe sich eine Projektgruppe, in der Entwicklungen gesteuert werden und die einen Masterplan für den Altdöberner See entworfen hat.

Samira Mohamed konstatierte, dass dieser Masterplan  „noch nicht in Stein gemeißelt“ sei. „Noch haben wir die Chance uns einzubringen, damit auch das umgesetzt wird, was die Anwohner wollen“, betonte die seit 2010 in Lubochow lebende und in Cottbus praktizierende Frauenärztin. Neben den Gemeinden Altdöbern und Neu-Seeland zählen auch Woschkow (Stadt Großräschen) und Göritz (Stadt Drebkau) zu Anrainern. „Jede Kommune hat seine eigenen Vorstellungen und Tourismuskonzepte, was die Sache nicht leichter macht“, ließ Marisa Stich anklingen. Eine gemeinsame Strategie wie etwa beim Verkehrs- und Wegekonzept sei wichtig, um Besucher gezielt an und um den Solitärsee zu lenken.

Altdöberns Bürgermeister Peter Winzer (SPD) verwies auf die Zusammenarbeit mit der LMBV, die seinen Worten nach Planungssicherheit benötigt. „Wir können Vorarbeit leisten, haben im Masterplan auch schon grob festgelegt, wo Strände, Badestellen, Stege oder ein kleiner Hafen hinkommen könnten“, informierte das Gemeindeoberhaupt. Als Weggefährten sieht er neben der LMBV auch den Zweckverband Lausitzer Seenland, dem die Gemeinden Altdöbern und Neu-Seeland sowie die Stadt Großräschen angehören.

Die Nachbarkommune gilt als Vorzeigestadt, wie eine Entwicklung parallel zur Flutung gelingen kann. „Wir dürfen den Anschluss nicht verschlafen und müssen alles daran setzen, im aktuellen Verwaltungsabkommen so viele Vorhaben wie möglich umzusetzen. Es ist bereits fünf vor 12“, mahnte Detlef Gelfort in der anschließenden Diskussionsrunde. Anregungen, Klarstellungen aber auch Bedenken wurden von Mitgliedern des Vereins „Freunde des Altdöberner Sees“ zu Kenntnis genommen und gleichzeitig das Angebot unterbreitet, aktiv im Verein mitzuarbeiten. Weiterführende Informationen seien unter www.freunde-altdoeberner-see.de zu finden, darunter auch der Menüpunkt: Mitglied werden.