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| 02:32 Uhr

Neuer Turm für die Calauer Schweiz

Vergleich des alten Aussichtsturmes mit dem neuen Projekt.
Vergleich des alten Aussichtsturmes mit dem neuen Projekt. FOTO: uhd1
Luckaitztal/Calau. Ein innovativer Turm könnte das neue Wahrzeichen der Calauer Schweiz werden. Mit neuem Standort, beachtlicher Höhe und einem Baumaterial, das Langlebigkeit garantiert, stellt ein erster Lösungsvorschlag den Vorgängerturm in den Schatten. Dieser soll noch in den kommenden Monaten abgerissen werden. Uwe Hegewald / uhd1

Roland Schneider, Bürgermeister der Gemeinde Luckaitztal, tritt bei aller Euphorie auf die Bremse: "Wir stehen noch am Anfang. Unsere vordergründige Aufgabe besteht darin, Gefährten zu gewinnen, über Lösungsvarianten zu beraten und eine Finanzierung auf den Weg zu bringen", so das Gemeindeoberhaupt. Mit "wir" umfasst Roland Schneider ein Quartett von Initiatoren, bestehend aus der Gemeinde Luckaitztal, dem Amt Altdöbern, der Stadt Calau und dem Kuratorium des Naturparks "Niederlausitzer Landrücken".

Als Orientierung gilt der Vorschlag eines regionalen Planungsbüros, das einen Aussichtsturm mit uneingeschränkter Fernsicht zu Papier gebracht hat. Beim maroden und seit zwei Jahren gesperrten Objekt war das nicht der Fall. Der Entwurf sieht eine Konstruktion vor, deren oberste Aussichtsplattform sich auf 35 Meter Höhe befindet. "Beim Vorgängerturm ging es bis zur obersten Plattform nur 18 Meter hinauf", verweist Roland Schneider auf einen ersten Vorteil. Ein zweiter ergibt sich durch den beabsichtigten Standortwechsel, der wegen des topografischen Niveaus einen zusätzlichen Höhengewinn von rund 17 Metern garantiert.

Vom Eigentümer des Areals, der August-Bier-Stiftung, habe man bereits eine Zusage zur Bereitstellung des beanspruchten Territoriums erhalten - was als Zwischenerfolg gewertet wird. Auch was das Planungsbüro bei einem Treffen in der Amtsverwaltung Altdöbern als Lösungsvariante präsentierte, dürfte die Interessengemeinschaft aufhorchen lassen. So arbeite das Ingenieurdienstleistungs-Unternehmen eng mit der BTU Cottbus-Senftenberg zusammen, die über beachtliche Erfahrungen auf dem Fachgebiet Betontechnologie verfügt. Erkenntnisse aus der Baustoff- und Projektentwicklung könnten demnach ebenso beim neuen Aussichtsturm einfließen. "Dass uns von den Planern eine Lebensdauer von 80 Jahren in Aussicht gestellt wird, hat uns alle überrascht", sagt Werner Suchner, Bürgermeister der Stadt Calau. Die Nutzungsdauer sei ein entscheidendes Kriterium für die Realisierung des Vorhabens, zumal dafür sehr viel Geld in die Hand genommen werden müsse.

Eine weitere Bedingung sei mit dem Grundbedürfnis verknüpft, die Stadt Calau vom neunen Turm auch einsehen zu können. "An einem besseren Rundblick dürften neben den Calauern auch alle anderen Besucher Gefallen finden", betont Suchner. Bis dahin sei es jedoch noch ein weiter Weg. Roland Schneider erklärt, warum bis zur Turmeinweihung drei Jahre vergehen könnten: "Die Finanzierung soll weitgehend über Förderprogramme laufen. Darüber hinaus sind Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren einzuhalten und Modalitäten zur Baustellenanfahrt zu klären", sagt er. Ebenso solle geprüft werden, ob sich zusätzliche Einnahmen durch das Anbringen von Anlagen erzielen lassen, die der Funknetzverbesserung und Breitbandversorgung dienen. Was das Investitionsvolumen betrifft, wird mit Ausgaben im oberen sechsstelligen Bereich gerechnet.