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Neuer Rückenwindzum Tag der Motoren in Calau

Mittels Drehmomentschlüssel arretiert Bernd Kasprick das Tretlager des Pendix eDrive. Welche Schritte zum Umbau klassischer Fahrräder zum eBike notwendig sind, erklärt der Zweiradexperte während des 3. Calauer Tages der Motoren.
Mittels Drehmomentschlüssel arretiert Bernd Kasprick das Tretlager des Pendix eDrive. Welche Schritte zum Umbau klassischer Fahrräder zum eBike notwendig sind, erklärt der Zweiradexperte während des 3. Calauer Tages der Motoren. FOTO: Uwe Hegewald
Calau/Groß Mehßow. Bernd Kasprick stellt zum 3. Calauer Tag der Motoren eBike-Nachrüstsatz vor.

Wenn sich am Samstag, 5. Mai (11 bis 17 Uhr), in Calau alles um Motoren und Antriebstechnik dreht, sind auch wieder Viola und Bernd Kasprick mit von der Partie. In der Region bekannt ist das Unternehmerpaar durch ihren Lebensmittel-Verkaufsbus, mit dem sie übers Land rollen und durch „Lectric“. Dahinter verbirgt sich ein seit 2012 bestehender Komplettservice rund um Elektroräder und Tandems, den beide betreiben.

Neuester Schrei sind eBike-Nachrüstsätze, die an alle klassischen Standard-Fahrräder passen. „Das vorhandene Tretlager wird durch ein Messtretlager ersetzt. Sensor und Akku werden angebracht, der Motor kalibriert und schon kann es losgehen“, erklärt Bernd Kasprick.

Auch wenn sich der Umbau so spielerisch anhört, empfiehlt er diesen von einem autorisierten Fachmann vornehmen zu lassen. Je nach Modell geht der Zweiradexperte von rund 60 Minuten für das „Installieren von Rückenwind“ pro Fahrrad aus.

„Besuchern des Calauer Motorentages werde ich das an unserem Stand in der Cottbuser Straße demonstrieren“, kündigt Bernd Kasprick an. Auch will der Mehßower jeweils ein Fahrrad mit und ohne eBike-Nachrüstsatz mit nach Calau bringen, um Interessierten die Chancen eines direkten Vergleichs zu ermöglichen.

Bernd Kasprick schwört auf Pendix, einen Nachrüstsatz, vertrieben von der Berliner Firma (BBF), deren Ursprünge bis in das Jahr 1935 zurückreichen. „Bei anderen Anbietern müssen oftmals Hinter- oder Vorderräder komplett ausgetauscht werden“, erzählt er.

Wie der Mehßower weiter informiert, ist die Zielgruppe auf jene Biker ausgerichtet, die bereits ein qualitativ hochwertiges Fahrrad besitzen. Vorteil: die in der Regel hochpreisigen Räder müssen nicht verschleudert werden. Zudem können Biker die vertraute Handhabung und gewohnte Sitzposition beibehalten – inklusive Komfort-Zugewinn, als ob irgendwer ständig von hinten schiebt.

Einen Umbau, der samt Materialkosten für rund 1500 Euro zu haben ist, können Besucher am Tag der Motoren gleich zu Beginn, um 11 Uhr live miterleben sowie ein zweites Mal um 14 Uhr am Lectric-Stand an der Ecke Marktplatz/Cottbuser Straße.