ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:04 Uhr

Wallgarten
Neuer Name für Freifläche in Calau

Die Freifläche an der Calauer Burgruine ist gestaltet worden, nun wurde auch ein Name für das Areal im Bauausschuss vorgeschlagen.
Die Freifläche an der Calauer Burgruine ist gestaltet worden, nun wurde auch ein Name für das Areal im Bauausschuss vorgeschlagen. FOTO: Rüdiger Hofmann
Calau. Gestalteter Platz an der Burgruine soll künftig „Wallgarten“ heißen. Endgültiger Beschluss durch Stadtverordnete wird kommende Woche erwartet. Von Rüdiger Hofmann

Der neu gestaltete Bereich der Freifläche an der Burgruine Calau soll künftig den Namen „Wallgarten“ tragen. Der Calauer Bau- und Finanzausschuss sowie auch der Hauptausschuss haben bereits grünes Licht für den Namen gegeben. Ein endgültiger Beschluss durch die Stadtverordneten in der kommenden Woche gilt nur noch als Formsache.

Die historische Betrachtung des Areals belegt, dass der Bereich im Mittelalter das Territorium der Stadtbefestigung von Calau abdeckte. Durch Kriegskunst im ausgehenden 18. Jahrhundert wurden die Wallanlagen, die ursprünglich die damalige Stadt umspannten, nicht mehr benötigt. Es wurden Gärten für die Bewohner angelegt. Heute zeugt die Gartenstraße noch von dieser Geschichte. Teile von Stadtmauerresten sind heute noch nördlich der Straße Am Schlagbaum vorhanden. Der Bereich des einstigen Gartens an der Burgruine wurde im Laufe der Zeit zwar intensiv genutzt, jedoch von Bebauung weitestgehend freigehalten. Obstgehölze bezeugen eine damalige gärtnerische Nutzung. „Mit Gestaltung des Bereichs zu einer begrünten Freifläche wurde die historische Nutzung wieder aufgenommen“, heißt es in der Begründung für die neue Namensfindung.

Der Platz war im vergangenen Jahr zwischen Mai und Juli mit neuen Wegen, einer Rasenfläche, Beleuchtung und Papierkörben gestaltet worden. Nach Öffnung für Bewohner und Touristen im September wurde im Oktober dann eine Bepflanzung des 2500 Quadratmeter großen Areals vorgenommen. Calaus ältestes Bauwerk, die Burgruine, kann zudem gefahrenfrei und entspannt von Bänken aus genossen werden, die ebenfalls im Zuge der Neugestaltung aufgestellt wurden. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 150 000 Euro teilen sich Bund, Land und die Stadt Calau zu jeweils einem Drittel, wie Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) mitteilt. Ein Teil der Mittel stammt aus dem Programm Stadtumbau Ost.