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| 19:30 Uhr

Wohnungsbau-Projekt
Neue Wohnungen am Delphinbad

 Die GWG gibt zwei Plattenbauten ein neues Gesicht und will am Delphinbad Komfortwohnen anbieten.
Die GWG gibt zwei Plattenbauten ein neues Gesicht und will am Delphinbad Komfortwohnen anbieten. FOTO: MKS Architekten-Ingenieure GmbH
Lübbenau. Die GWG nimmt sich zwei Jahre Zeit für Umbau von zwei WBS 70-Objekten in der Neustadt. Von Daniel Preikschat

Es ist das wohl größte Projekt der Gemeinschaftlichen Wohnungsbaugenossenschaft der Spreewaldstadt Lübbenau (GWG) in den kommenden Jahren. Für insgesamt 1,6 Millionen Euro, größtenteils Eigenkapital, werden am Delphinbad die beiden fünfgeschossigen Plattenbauwohnhäuser (Baujahr 1990 Ecke Werner-Seelenbinder-Straße/Richard-Wagner-Straße) umgebaut. Und dies auf eine Weise, dass insgesamt das Wohngebiet ein „völlig neues Erscheinungsbild“ bekommt, sagt der GWG-Vorstandsassistent Paul Schlorf.

Die Veränderungen werden nach außen hin gut sichtbar sein, wie schon heute die Planungsunterlagen und grafischen Darstellungen des beauftragten Planungsbüros MKS Architekten-Ingenieure aus Spremberg zeigen. Außenaufzüge, Laubengänge und Carports, Balkone, barrierefreie Terrassen und Grünbereiche sind geplant. In den Gebäuden jedoch ändert sich ebenfalls viel. Aus 80 Wohnungen werden 65. Komfortabel und generationengerecht sollen sie sein. Dank neuer Grundrisse können Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen in verschiedenen Varianten mit 60 bis 105 Quadratmetern angeboten werden, die moderne Bäder und hochwertige Ausstattung bieten werden, so Paul Schlorf weiter. „Komfortwohnen am Delphinbad“ nennt die GWG ihr Bauprojekt.

Ziel sei, heißt es weiter, Ende dieses Jahres das erste Wohnhaus in der Richard-Wagner-Straße 56 bis 59 bezugsfertig zu bekommen. Voraussichtlich 2020 beginnen dann die Bauarbeiten für die aufwendige Modernisierung des zweiten Wohngebäudes. Auf knapp 4700 Quadratmeter Gesamtmietfläche, so das Ziel des Bauherrn, sollen keine Wünsche offen bleiben. Wer will, kann sogar im Erdgeschoss Wohnungen mit dazugehörigem Garten mieten. Viele Wohnungen sollen komplett barrierefrei erreichbar sein.

Viel zu tun bekommen bei dem Projekt aber auch die Umzugsmanager. Einige der Wohnungen seien derzeit noch bewohnt. Einzelgespräche mit den Mietern liefen bereits, sagt Schlorf. Aktuell liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete für GWG-Wohnungen bei 4,13 Euro pro Quadratmeter, wie bei der Vertreterversammlung im Dezember unter anderem mitgeteilt wurde. Zweifellos aber werden die Mieten in den beiden modernisierten Wohnblöcken entsprechend des gehobeneren Komforts etwas steigen. Bei der Genossenschaft geht man von Kaltmieten zwischen 6,50 Euro und sieben Euro aus. Die Nachfrage sei dennoch schon jetzt groß. Rund 50 Interessenten haben bereits bei der Genossenschaft nachgefragt. Es werde aber darüber hinaus Mitte Februar noch öffentliche Informationsveranstaltungen in den Räumen der Genossenschaft in der Straße der Einheit 20 a geben. Die ersten Gewerke sollen in den nächsten Monaten ausgeschrieben werden. Die GWG setze dabei auf Angebote aus der Region.

Die Vermietungsquote bei der Genossenschaft kann sich bereits jetzt sehen lassen. Sie liege im gesamten Bestand mit 1934 Wohneinheiten bei 96 Prozent, wie ebenfalls bei der Vertreterversammlung im Dezember informiert wurde. GWG-Vorstand Andreas Rißka konnte für 2017 trotz umfangreicher Aufwendungen 892 000 Euro Jahresüberschuss vermelden. Verbindlichkeiten seien verringert und planmäßig getilgt worden. Die Genossenschaft entwickle sich, so das Fazit, kontinuierlich positiv. Entsprechend konnte auch die Eigenkapitalquote gesteigert werden – wichtig sicher auch für das Großprojekt am Delphinbad.