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| 14:43 Uhr

Sozialausschuss Vetschau
Neue Verträge für Vetschauer Vereine

Auch das Göritzer Mehrzweckgebäude und der nutzende Verein sind in den Vertragsplanungen berücksichtigt.
Auch das Göritzer Mehrzweckgebäude und der nutzende Verein sind in den Vertragsplanungen berücksichtigt. FOTO: Kuschy
Vetschau. Sozialausschuss diskutiert über Betriebskostenzuschüsse zur Nutzung kommunaler Dorfgemeinschaftshäuser. Von Rüdiger Hofmann

Im jüngsten Sozialausschuss von Vetschau haben sich die Abgeordneten zum Vorschlag der Verwaltung geäußert, einheitliche, vergleichbare Verträge über Betriebskostenzuschüsse Vetschauer Vereine aufzusetzen. Vetschau unterhält in der Kernstadt und den Ortsteilen diverse Sportstätten und Dorfgemeinschaftshäuser. Die Nutzungsmöglichkeiten sind für jede Liegenschaft vertraglich und separat geregelt. Ziel: In einem neuen Beschluss sollen einheitliche Verträge und damit die durch die Vereine zu tragenden Betriebskosten besser definiert werden.

„Die bisherigen Verträge sind sehr unterschiedlich“, sagt Bauamtsleiter Sven Blümel. So ist für das Mehrzweckgebäude Stradow der Verein zur Förderung des Feuerwehrwesens in der Gemeinde Stradow als Mieter eingetragen. Dieser hatte im Jahr 2015 einen Eigenanteil in Höhe von rund 50 Euro an den Bewirtschaftungskosten bei einer Mietfläche von etwa 80 Quadratmetern zu tragen. Den Großteil übernahm die Stadt (rund 1 025 Euro).

Zum Vergleich: In Raddusch ist die Spielvereinigung Raddusch 1924 als Mieter für das Mehrzweckgebäude und die zugehörige Sportscheune eingetragen. Eigenanteil des Vereins an den Bewirtschaftungskosten bei einer Mietfläche von 278 Quadratmetern im Jahr 2015: rund 576 Euro (Stadtanteil: rund 3 500 Euro), also etwa zehnmal so hoch wie in Stradow. „Auch wenn das nur ein Beispiel ist, müssen Sie sich nun fragen, ob das gerecht ist“, so Sven Blümel.

„Man kann die Verträge schwer vereinheitlichen, denn es gibt überall andere Voraussetzungen wie Nutzungsart, energetische Situation und Bausubstanz der Gebäude“, sagt Chris Mielchen von der WGO-Fraktion. Christoph Schneider (CDU) pflichtet ihm bei: „Gerecht wird es wohl auch bei einem neuen Beschluss nicht.“ Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) bietet an, „mit den Vereinen zu sprechen und Alternativen für eine Vertragsneugestaltung zu erörtern“. Bis zur Jahresmitte wolle die Stadt einen neuen Vorschlag präsentieren.