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| 14:18 Uhr

Neue Spur im Thailand-Mord

FOTO: Gerhard Seybert
Phuket/Lübbenau. Im Fall des unter Mordverdacht stehenden ehemaligen Lübbenauers gibt es laut thailändischen Medien eine neue Spur. Verwandte haben offenbar einen Blutfleck gefunden. Der Ex-Lübbenauer bleibt derweil weiter im Krankenhaus. bob/mit dpa

Wie die Phuket News in ihrer Online-Ausgabe berichten haben Verwandte der getöteten Frau unter einer Matratze in der Wohnung einen großen Blutfleck gefunden. Der Fleck sei mit einem Vorhang, Handtuch und Plastikbeutel verdeckt gewesen. Polizisten haben den Angaben zufolge den Fleck aus der Matratze ausgeschnitten und zur Untersuchung ins Labor geschickt. Auch im Auto des Ex-Lübbenauers seien Blutspuren gefunden worden. Autopsie-Bericht, Fingerabdrücke und DNA-Test seien bisher noch nicht bei der Polizei eingetroffen hieß es.

Der verdächtige Ex-Lübbenauer bleibt derweil unter Polizeibewachung im Krankenhaus, wo er auch über das Wochenende weiter behandelt werden soll. Die Ärzte hätten einer Verlegung bisher nicht zugestimmt, berichten die Phuket News.

Über seinen Anwalt ließ der ehemalige Lübbenauer die Mordvorwürfe zurückweisen.

Die 35-jährige thailändische Freundin des Mannes war tot aufgefunden worden. Sie war am 1. Juli als vermisst gemeldet worden. Nachdem die im Dschungel verscharrte Leiche gefunden worden war, begannen Polizisten, nach dem Deutschen zu fahnden. Die Todesursache der Frau ist unklar. Eine Obduktion steht noch aus.

Nachbarn zufolge war der 36-Jährige im vergangenen Monat nach vier Monaten Beziehung bei seiner Freundin eingezogen. Von der Polizei hieß es, das Paar habe häufig gestritten, weil der Deutsche sehr eifersüchtig gewesen sei. Nach RUNDSCHAU-Recherchen war der 36-Jährige Fitnesstrainer. Im Atlanta 2000, dem einzigen Fitness-Studio in Lübbenau, war er allerdings nie als Trainer beschäftigt gewesen, so ein Mitarbeiter. Dem Vernehmen nach habe er in seiner Lübbenauer Zeit nur in privaten Krafträumen Kunden trainiert, sei aber für den Beruf nicht ausgebildet worden. In Thailand könne im Prinzip jeder ohne Weiteres ein Studio eröffnen.