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Neue Spreewelten werden teurer

Spreewald-Atmosphäre soll auch im Außenbereich, der fast doppelt so groß wird, entstehen.
Spreewald-Atmosphäre soll auch im Außenbereich, der fast doppelt so groß wird, entstehen. FOTO: Grafik Spreewelten Gmbh
Lübbenau. Kurz schlucken mussten einige Stadtverordnete bei ihrer Sitzung am Mittwoch in der Lübbenauer Stadtverordnetenversammlung. Dort informierte Spreewelten-Chef Michael Jakobs über den Stand der Planung für die kurz bevorstehende Badmodernisierung und –erweiterung. Daniel Preikschat

Nach Vergabe von zwölf der insgesamt 30 Bauaufträge müsse festgehalten werden: Statt der geplanten 8,2 Millionen Euro werde das Projekt 10,4 Millionen Euro kosten.

Als Hauptgrund für die Kostensteigerung führte Jakobs die allgemeine Angebotslage derzeit auf dem Baumarkt an. Die Vergabe der meisten Baulose entspreche zwar der Kostenschätzung. Es seien aber auch diverse größere Aufträge dabei, für die nur wenig Angebote abgegeben worden sind. Man sei mitunter fast froh, überhaupt eine Fachfirma gefunden zu haben, erklärte Jakobs. Auch ein Radhaus und ein zweiter Aufzug für das Bad, beides erst nicht geplant, führten dazu, dass man kostenmäßig etwas draufsatteln müsse, so Jakobs. Schließlich müsse noch für den Brandschutz etwas mehr Geld in die Hand genommen werden. Die Finanzierung sei aber weiter gesichert, so Jakobs. Was auch Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) auf Nachfrage von Siegmar Feldheim (SPD) bestätigte. Wenzel sprach von einer "leistbaren Herausforderung". Christian Filko (AWG) war überrascht von der Kostensteigerung und fragte, ob sich die Kosten etwa durch Wahl einer günstigeren Ausstattung reduzieren ließen. Man überprüfe die Kosten ständig, sagt dazu der Bürgermeister und wies auf die europaweite Ausschreibung hin. Weiter riet Wenzel davon ab, ein Kostenlimit zu setzen.

Die Stadt und die Spreewelten handelten "verantwortungsbewusst". Weiter beschlossen die Stadtverordneten am Mittwoch eine Ausfallbürgschaft für die Spreewelten. Hiermit, erklärte Jakobs, erfülle man eine bei touristischen Projekten übliche Forderung der kreditgebenden Bank.

Nur im Fall einer Zahlungsunfähigkeit der Spreewelten und nach einer möglichen Zwangsversteigerung würde der Kreditgeber an die Stadt herantreten. Das sei aber auszuschließen.