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| 16:06 Uhr

Achtung, keine Außerirdischen!
Neue Radschober gehen in die Testphase

 Die Besucher der Sommertour informierten sich auch über den neuen Radschober in der Poststraße.
Die Besucher der Sommertour informierten sich auch über den neuen Radschober in der Poststraße. FOTO: Hofmann Rüdiger
Lübbenau. Die neun Kabinen in den futuristisch anmutenden Objekten sind für Fahrräder vorgesehen. Handynummer reicht zur Nutzung. Von Rüdiger Hofmann

Irritierte Bürgeranfragen bei der Stadt Lübbenau und gegenüber der RUNDSCHAU häuften sich zuletzt: Wofür sind die futuristisch anmutenden Objekte in der Nähe des Parkplatzes in der Poststraße und am Spreewelten-Bad eigentlich gedacht, und ab wann können sie genutzt werden? Am Rande der Sommertour konnte das Geheimnis gelüftet werden.

Es handelt sich bei den silberfarbigen Objekten weder um sanitäre Einrichtungen noch um Raumkapseln von Außerirdischen, sondern um Radschober. Vor allem Durchgangstouristen könnten ihre Räder dort für einen Zeitraum ihrer Wahl abstellen, falls sie zwischenzeitlich Wege zu Fuß oder mit dem Auto absolvieren möchten.

„Die Radschober haben das spreewaldtypische Aussehen eines Heuschobers“, teilt Peter Kohl, Sachbearbeiter Tiefbau der Stadt Lübbenau, mit. In dem Objekt sind neun abgeschlossene Kabinen integriert. Für Fahrräder, die nach Öffnen der Tür hochkant in der Radschoberbox eingehängt und abgestellt werden können.

„Vorab muss eine Handynummer angerufen werden, die draußen sichtbar auf einer Tafel steht“, sagt Kohl. Internet sei dafür nicht nötig. Der jeweilige Anrufer bekomme dann unverzüglich eine Kurznachricht (SMS) auf sein Handy gesendet mit dem Hinweis, welche der neun Radboxen frei sei und genutzt werden könne. Das werde automatisch über Funk gesteuert, ohne dass jemand am anderen Ende der Leitung sitzen müsse.

„Die Tür zur genannten Box kann dann ohne Schlüssel geöffnet und anschließend nach Abstellen des Rades wieder verschlossen werden“, so Kohl. Innerhalb des Radschobers seien auch Steckdosen vorhanden. Nicht zum Aufladen des Handys, sondern für E-Bikes.

In den kommenden Tagen sollen die Radschober in die Testphase gehen, teilt die Stadt mit. Tagsüber sind die Kabinen dann immer bis 22 Uhr nutzbar. Angeliefert wurde die Hülle des Objektes in der Poststraße bereits im November des vergangenen Jahres von der Freiraum-Manufaktur „Spreewaldwerk“ aus Vetschau.