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| 17:59 Uhr

Schulwege
Neue Einzugsgebiete für Lübbenauer Schulen

In der Werner-Seelenbinder-Grundschule sollen Schüler nur noch in zwei Klassen pro Jahrgangsstufe unterrichtet werden.
In der Werner-Seelenbinder-Grundschule sollen Schüler nur noch in zwei Klassen pro Jahrgangsstufe unterrichtet werden. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Ab dem nächsten Schuljahr werden mehr Kinder in der Altstadt unterrichtet, auch aus den Ortsteilen.

Wahrscheinlich letztmals kontrovers diskutiert haben die Lübbenauer Stadtverordneten am Mittwoch im Hauptausschuss die neuen Zuschnitte der Einzugsbereiche für die Grundschulen. Bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen wurde der Stadtverordnetenversammlung am 4. Juli empfohlen, die Schulbezirke entsprechend der Vorzugsvariante aus dem Rathaus einzugrenzen.

Diese Variante sieht vor, Kinder aus Bischdorf, Boblitz und Groß Lübbenau ab dem Schuljahr 2019/2020 künftig in der Altstadt-Grundschule Traugott-Hirschberger unterzubringen, nicht mehr in der Neustadt-Grundschule Werner-Seelenbinder. Auch einige Straßen in der Neustadt, die nahe der Altstadt gelegen sind, fallen nun in den Schulbezirk der Hirschfelder-Schule, die künftig statt nur einer Klasse pro Jahrgangsstufe zwei Klassen haben wird. Im Hauptausschuss für Diskussionen sorgte die Stellungnahme aus der Werner-Seelenbinder-Grundschule zu der neuen Schulbezirkssatzung. Schulleiterin und Schulkonferenzleiterin empfehlen eine geringere Schülerzahl je Klasse im Vergleich zur Traugott-Hirschberger-Schule. In ihrer Schule würden wesentlich mehr Schüler mit Förderungsbedarf und Verhaltensstörungen lernen, es gebe mehr fremdsprachige Kinder in den Klassen. In dem Zusammenhang wird auf geplante Baumaßnahmen in der Neustadt hingewiesen. So entstehe weiterer Raum für Familien mit Kindern. Holger Bartsch (SPD) hätte sich eine Reaktion der Stadtverwaltung erwartet auf diese Hinweise, wie er im Hauptausschuss sagte. Man könne die Schulbezirke bei Bedarf künftig immer noch anders definieren, sagte dazu der stellvertretende Bürgermeister Rainer Schamberg. Rudolf Heine (SPD) fragt sich, warum Schulbezirke nötig sind. Man könne doch einfach den Eltern die Wahl überlassen. Dann jedoch, so Schamberg, könnten in Lübbenau bald „Gubener Verhältnisse“ herrschen. Dort stünde eine Grundschule aufgrund der Wahlfreiheit halb leer, eine andere müsse ausgebaut werden. Zudem könnten Eltern mit Sondergenehmigung des Schulamtes ihr Kind in der Wunschschule unterrichten lassen.