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Neu: Fischtreppen am Großen Fließ und Mochowsee

Raddusch/Schwielochsee. Nächste Woche will der Brandenburger Umweltminister eine Fischtreppe am Großen Fließ in Schmogrow übergeben. Der Wasser- und Bodenverband (WBV) Oberland Calau hat die Baumaßnahme im Auftrag des Landes umgesetzt. red/bt

Mit einem weiteren bereits geplanten Wehrersatzneubau samt einer Fischaufstiegsanlage zwei Kilometer oberhalb sei dann für wandernde Fischarten die Passierbarkeit vom Oberspreewald bis Cottbus gewährleistet, erklärt der Sprecher des Umweltamtes, Jens-Uwe Schade. Diese Anlage ist im Nordumfluter eingebaut worden. "Die Kosten summieren sich auf insgesamt 3,5 Millionen Euro für die drei Anlagen", so Schade.

Das Land Brandenburg will jährlich 25 Millionen Euro investieren. Hauptziele sind die Verbesserung der Gewässerstruktur sowie die Passierbarkeit für Fische. Die Vorhaben sind auf eine naturnahe Umgestaltung der Gewässerränder, den Wiederanschluss von Altarmen, die Wiederherstellung alter Flussläufe sowie den Bau von Fischwanderhilfen ausgerichtet.

Darüber hinaus geht am Auslauf des Großen Mochowsees eine rund 38 Meter lange Fischwanderhilfe in Betrieb. Der Wasser- und Bodenverband "Nördlicher Spreewald" hat sie errichtet. Nach letzten Funktionstests ist die Wanderhilfe nun bereit für alle Tierarten, die auf der Durchreise sind, informiert Marc Theile vom Naturschutzfonds Brandenburg.

Der Rückbau von zwei Querbauwerken und einem Riegelbeckenpass machen die Gewässer vom Schwielochsee bis zum Großen Mochowsee durchgängig für Fische, zum Beispiel der seltene Steinbeißer, Bachschmerle, Gründling, Hecht und Bleie sowie aquatische Kleinstlebewesen wie Flohkrebse und Insektenlarven. Davon profitiert der ökologische Zustand des gesamten Gewässersystems.

Die Baukosten hat zu 100 Prozent die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg aus Ersatzzahlungen der Eingriffsregelung finanziert.