ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Naundorfer beenden ein für ihren Ort bedeutsames Jahr

Während Ortsvorsteher Rainer Daniel am Mikrofon die Rechenschaftslegung zum Jahre 2015 hält, stellt Ortschronistin Janine Bramer (vor dem Mikrofon am Tisch) Lichtbilder zum Festumzug "700 Jahre Naundorf" und dem Jahresgeschehen 2015 auf der Leinwand vor.
Während Ortsvorsteher Rainer Daniel am Mikrofon die Rechenschaftslegung zum Jahre 2015 hält, stellt Ortschronistin Janine Bramer (vor dem Mikrofon am Tisch) Lichtbilder zum Festumzug "700 Jahre Naundorf" und dem Jahresgeschehen 2015 auf der Leinwand vor. FOTO: B. Marx/bdx1
Naundorf. Rund ein Drittel der Einwohnerschaft des Vetschauer Ortsteiles hat am Freitagabend den Gruß des Sandmännchens im Fernsehen verpasst. Der Grund: Bei der zweistündigen Woklapnica im Gasthaus "Storchennest" standen der dreiköpfige Ortsbeirat, die Ortschronistin sowie die Vertreter des Dorfklubs, der freiwilligen Feuerwehr und der zahlreichen Interessengemeinschaften den Anwesenden zu den Aufgaben, Vorhaben und Zielstellungen im Jahre 2015 Rede und Antwort. bdx1

Das Resümee: Es war das bedeutendste, niveauvollste und erfolgreichste Jahr in der 700-jährigen Dorf-Geschichte.

Rainer Daniel, seit dem Jahre 2003 der Ortsvorsteher von Naundorf, benötigte nur fünf Minuten bis zur ersten Redepause. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der 54-jährige studierte Jurist allerdings nur die Stichworte der unzähligen Realisierungen im Festjahr "700 Jahre Naundorf" aufgezählt.

Neues Buch und neue CD

Mit Dutzenden Schaubildern und Präsentationen beim Festumzug sowie Veranstaltungen und Aktivitäten in der Festwoche avancierten die Feierlichkeiten zum bedeutendsten gesellschaftlich-sozialen und kulturell-sportlichen Ereignis in der 700-jährigen Geschichte von Naundorf.

Zur Freude aller Anwesenden konnten Rainer Daniel, Ortschronistin Janine Bramer und Michaela Jurk das 83-seitige Buch " 700 Jahre Naundorf (Spreewald)" und eine CD zum Jahreshöhepunkt 2015 präsentieren.

Kaum waren die symbolischen "Blumensträuße" und Dankesworte verteilt, da wurde wieder Klartext gesprochen. Der Winterdienst, mittlerweile von der dörflichen Solidargemeinschaft übernommen, bekam unverhofft Unterstützung. "Bauherrin Kathrin Klee ist noch nicht mal in Naundorf eingezogen, da liegt schon ihre Unterstützung für den Winterdienst im Ort vor", so Rainer Daniel. Rentnerin Waltraud Konzack (79) fügte noch hinzu: "In diesem Jahr hat der Winterdienst sehr gut geklappt."

In den nächsten Wochen wird der traditionelle Frühjahrsputz den Gemeinschaftsgeist fordern sowie der 20. Trachtenumzug durch Naundorf und Fleißdorf das kulturelle Niveau und die Lebensfreude fördern. Die Naundorfer werden im April 2016 die Durchführung des Spreewald-Marathons unterstützen sowie im September einen gemeinschaftlichen Ausflug mit Kraxeltour in die Oberlausitz durchführen.

Mit zahlreichen Aktivitäten werden die Interessengemeinschaften Bowling, Kegeln und die Frauenhilfe das kulturelle Freizeitvergnügen im Dorf bereichern.

Mitstreiter gesucht

"Die freiwillige Feuerwehr würde sich über neue Mitglieder freuen", so Siegbert Marrack, stellvertretender Ortswehrführer. Der Dorfklub benötigt auch eine Mitglieder-Verstärkung, stellte sich in der lebhaften Diskussion der Woklapnica-Freunde heraus.

Sorgenfalten bei Evelyn Quetk, Mitglied des Ortsvorstandes: "Wann wird endlich der Fahrradweg von Naundorf nach Vetschau realisiert?", fragte sie, die schon vor 20 Jahren das Thema erstmals angesprochen hatte.

Mark Kullick aus Fleißdorf setzte noch eine Bitte hinterher: "Die Straßenbeleuchtung wird um 22 Uhr ausgeschaltet, das ist für die Sicherheit im Dorf nicht förderlich", so der 43-Jährige. Die Straßengräben müssten auch wieder mal geräumt und gesäubert werden. Ortsvorsteher Rainer Daniel nahm diese Fragen in seine Arbeitsmappe auf. Auch ohne Festjahr müssen im Doppeldorf allerlei Dinge in den nächsten Monaten erledigt werden.