ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:08 Uhr

Großprojekt
Nach den Spreewelten nun das Delphinbad

Die Sanierung des Delphinbads gehört zu den Stadtumbau-Projekten in Lübbenau, die den Stadtverordneten besonders wichtig sind.
Die Sanierung des Delphinbads gehört zu den Stadtumbau-Projekten in Lübbenau, die den Stadtverordneten besonders wichtig sind. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau . Investitionen von rund 20 Millionen Euro sind im Haushalt 2019 für Lübbenau vorgesehen. Größtes Projekt ist auch nächstes Jahr wieder eine Badsanierung.

In der Alten Huttung wird am und im Spreeweltenbad noch an der baldigen Eröffnung gearbeitet, da haben die Lübbenauer schon das nächste große Badsanierungprojekt vor der Brust. Die geschätzten Kosten sind ebenfalls beträchtlich, betragen zwar nicht 11,5 Millionen Euro, aber immerhin noch geschätzt 5,5 Millionen. Die Rede ist vom Delphinbad, das ebenfalls von der Spreewelten GmbH betrieben wird und eine energetische Sanierung dringend nötig hat. Darauf machte Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) diese Woche in der Stadtverordnetenversammlung nochmals aufmerksam, als er die wichtigsten künftigen Investitionsprojekte in Lübbenau kurz vorstellte. Städtebaufördermittel stünden für das Bad zur Verfügung. Eventuell könne man auch das Förderprogramm Ren/Plus nutzen, so Wenzel. Gedacht ist es dafür, den Einsatz erneuerbarer Energien voranzutreiben sowie die Energieeffizienz.

Die Technik im Delphinbad ist in die Jahre gekommen. Vor zwei Jahren feierten die Lübbenauer die Eröffnung des Sportbads vor 40 Jahren. Nach einer Sanierung Mitte der 90er-Jahre wird es nun also im Frühjahr 2019 erneut angefasst. Wenzel rechnet mit einer Schließzeit bis Ende 2019. Sicher keine gute Nachricht für die Grundschulen in Lübbenau und Umgebung. 20 Einrichtungen entsenden ihre Zöglinge zum Schwimmunterricht ins Delphinbad. Auch viele andere Nutzer haben eine Durststrecke vor sich, rund 50 000 Besucher hat das Bad im Jahr. Im Umkreis von 50 Kilometern gibt es kein zweites Sportbad. Ohne eine energetische Sanierung aber könnte man das für die soziale Infrastruktur enorm wichtige Angebot wohl nicht mehr lange vorhalten, erklärt der Bürgermeister.

2019 wird voraussichtlich kein anderes Projekt höhere Kosten verursachen. 3,8 Millionen Euro sind im Entwurf für den Haushalt veranschlagt für den Bau der Kita „Storchennest“ in Boblitz, weitere 400 000 Euro kostet schätzungsweise die Gestaltung der Kita-Außenanlagen inklusive eines Spielplatzes.

Ebenfalls energetisch saniert wird derzeit die Sozialstation mit dem Obdachlosenheim in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Ende März 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. An Kosten in Höhe von 2,25 Millionen Euro ist die Stadt nur zu einem eher geringen Teil beteiligt. 90 Prozent Förderung kommen aus dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier.

Für den Umbau des ehemaligen Oberstufenzentrums, in das 2020 die Jenaplanschule einziehen soll, rechnet man im Rathaus mit Kosten von weiteren zwei Millionen Euro. Hier hilft die Städtebauförderung den Lübbenauern. Insgesamt sieht der von Kämmerin Ute Radnitz den Stadtverordneten vorgestellte Haushaltsplan für 2019 eine Investitionssumme von 20,3 Millionen Euro vor.