| 02:32 Uhr

Nach 20 Hafenfesten in Lübbenau ist Feierabend

Zum Finale der Lübbenauer Hafenfeste hatten die Veranstalter die Revival-Band ABBA Da Capo verpflichtet. Zu hören waren die beliebtesten Songs des schwedischen Quartetts. Das Original trat vor 35 Jahren letztmalig gemeinsam auf.
Zum Finale der Lübbenauer Hafenfeste hatten die Veranstalter die Revival-Band ABBA Da Capo verpflichtet. Zu hören waren die beliebtesten Songs des schwedischen Quartetts. Das Original trat vor 35 Jahren letztmalig gemeinsam auf. FOTO: uhd1
Lübbenau. Am Samstag ist im Herzen des Spreewaldes eine kleine Tradition zu Ende gegangen. Mit dem 20. Hafenfest haben die Veranstalter einen Schlussstrich gezogen. "Vorerst", sagt Steffen Franke. uhd1

Der Vorsitzende der Kahnfährgenossenschaft Lübbenau und Umgebung schließt nicht aus, dass die Veranstaltung irgendwann in den "Großen Hafen" zurückkehrt - dann aber mit einem überarbeiteten Konzept.

"Wir waren sehr erfolgreich, weil wir auf Gäste zählen konnten, die diese Veranstaltung erfolgreich gemacht haben", betont Steffen Franke. Inzwischen gebe es in der Region zahlreiche Mitbewerber, die ähnliche Open-Air-Veranstaltungen anbieten. "Das muss man zur Kenntnis nehmen. Als wir 1998 das erste Lübbenauer Hafenfest durchgeführt hatten, sah das noch anders aus."

Gleichzeitig räumt Steffen Franke ein, dass ein Ende auch einen Neuanfang bedeuten könne: "Wir verfügen über Raum, Zeit und Kapazitäten, andere Dinge anzuschieben", sagt er. Als Beispiel, sich neuen Überlegungen zu stellen, führt er die Spreewälder Lichtnächte an, die sich konstanter Beliebtheit erweisen. In der kommenden Woche (10. bis 12. August) gleiten die Lichtnächte in ihre heiße Phase.

Längst haben die Kahnfährleute erkannt, dass Spreewaldbesuchern auch unter der Woche entsprechende Angebote unterbreitet werden müssen. Zum Hafenfest-Finale wurde indes noch einmal tüchtig ins Programm investiert: Mit Kahnfahrten von der klassischen Runde bis zur Hochwald-Exkursionen, mit Blasmusik, Schwein am Spieß, Disco, Gurkenmeile und dem Kurz-Besuch des zuverlässigsten Spreewald-Gastes anno 2017: Regen. "Interesse und Stimmung war von Beginn an spürbar. Manche Leute haben schon mittags zur Blasmusik getanzt", schildert Catrin Zeidler die Atmosphäre, zu der sie selbst beigetragen hat: Mit dem Verkauf von Gurken aus dem Hause Krügermann, wobei bekanntlich die sauren Delikatessen lustig machen sollen.

Als das Pyrotechniker-Team um Großmeister Professor Wolfgang Spyra ein (vorerst) letztes Mal die Kabel fürs "sagenhafte Feuerwerksspektakel" verlegten, schmetterte die Revival-Band "ABBA Da Capo" das legendäre "Thank You For The Music" - und Danke für 20 unterhaltsame Hafenfeste.