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| 17:34 Uhr

Kleintierausstellung in Lieberose
Mondain-Taube erhält Bestnote bei Ortschau

Siegmar Mehlow aus Drachhausen ist Hobbyzüchter und interessiert sich für die Amrocks.
Siegmar Mehlow aus Drachhausen ist Hobbyzüchter und interessiert sich für die Amrocks. FOTO: MOZ/Jörn Tornow / Jörn Tornow
Lieberose. Kleintierausstellung in Lieberose wurde gut besucht. Von Jörn Tornow

Der Kleintierzuchtverein Lieberose hat am Wochenende eine Ortschau in Lieberose durchgeführt mit Gänsen, Enten, Hühnern, Tauben und Kaninchen von Züchtern aus dem Verein und Gastausstellern aus Jamlitz und Beeskow. Laut Reimo Bramburger läuft die Kleintierzucht jedes Jahr schlechter, weil der Altersdurchschnitt so hoch ist und kaum Nachwuchs nachrückt. „Über die Zuschauerzahl können wir uns nicht beklagen – das Interesse ist da“, so Bramburger. Der Vereinsvorsitzende züchtet Französische Rouen-Enten, und die schnitten bestens ab.

Die Wertung V97 steht auf einem der Zettel am Käfig. Das bedeutet „vorzüglich“. Die Enten legen ihren Schnabel unter ihren Flügel. „Für so ein Tier ist eine Ausstellung anstrengend, daher nutzen die Enten den Moment, sich auszuruhen“, sagt der Entenzüchter. Selten geworden sei die Hühnerrasse Hamburger, meint Reimo Bramburger. „Sie ist hier vertreten“. Schriftführer Steffen Dahlitz: „Für den Verein ist die Ausstellung der Jahreshöhepunkt, aber die Aktiven stellen bis Januar aus“. Siegmar Mehlow ist Hobbyzüchter aus Drachhausen und schaut sich nach einem Hahn der Rasse Amrocks um. „Damit ich keine Inzucht bekomme, nehme ich einen Hahn mit. So holt man sich anderes Blut rein“, sagt Mehlow.

Die Preisrichter Joachim Walther und Ulf Lehmann bewerten das Geflügel. Die Kaninchen begutachtet Preisrichter Gert Anders. Den Landesverbands-Ehrenpreis, die höchste Auszeichnung, ging an Matthias Larski und seine Tauben der Rasse Mondain. Benotung „vorzüglich“. Horst Chriske vom Kleintierzuchtverein Neu Zauche züchtet Altenburger Trommeltauben, Niederländische Schönheitsbrieftauben, Zwerg-New Hampshire und Perlhühner. „Ich komme wegen des Erfahrungsaustauschs“, so Chriske. Laut Reimo Bramburger gab es in den Jahren zuvor mehr Tiere. „Wir hatten mit einem Kälteeinbruch im Februar und März zu kämpfen“, sagt Bramburger, „das hat den Schlupf verzögert und die Kaninchen waren auch nicht in Stimmung.“