ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:57 Uhr

Moderne Aufzüge für 22 Häuser der GWG Lübben

Mitarbeiter der Firma Ist-Bau Ingo Stöckel e.K. aus dem Erzgebirge haben mit dem Bau der Fundamente für die Aufzüge begonnen. Die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft (GWG) Lübben eG lässt 22 moderne Fahrstühle in ihren Häusern im Stadtzentrum einbauen.
Mitarbeiter der Firma Ist-Bau Ingo Stöckel e.K. aus dem Erzgebirge haben mit dem Bau der Fundamente für die Aufzüge begonnen. Die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft (GWG) Lübben eG lässt 22 moderne Fahrstühle in ihren Häusern im Stadtzentrum einbauen. FOTO: asd
Lübben. Die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft (GWG) Lübben eG bastelt an ihrer Zukunft. Sie baut d 22 moderne Aufzüge in den Häusern in der Geschwister-Scholl-Straße, Neumannschen Straße, Lindenstraße und Sternstraße ein. Das Projekt ist ein Beitrag für ein barrierearmes Wohnen. Ende des Jahres soll alles fertig sein. asd

In den Häusern der GWG wird fleißig gebaut. Die "Ist-Bau Ingo Stöckel e.K." aus Drebach im Erzgebirge hat mit dem Gießen von Fundamenten für Aufzüge begonnen. Die Fahrstühle werden so eingebaut, dass sie auch den Kellerbereich erschließen. "Jeder Aufgang der GWG-Häuser in diesem Wohnbereich erhält einen Aufzug", sagt Nicole Jaegers vom Vorstand der Genossenschaft. Die Baumaßnahme ist ihr zufolge auch ein Wunsch der Mieter: "Vor allem ältere Menschen haben Probleme, die oberen Stockwerke zu erreichen. Sie sind in ihren Aktivitäten eingeschränkt, müssten ohne Aufzug vielleicht sogar umziehen."

Das Durchschnittsalter der Bewohner in diesem Wohnviertel betrage mehr als 56 Jahre. Das Gros von ihnen wohne schon seit vielen Jahren dort. "Wir wollen, dass sie auch weiterhin dort wohnen bleiben, ihr gewohntes Umfeld nicht verlassen müssen", sagt das Vorstandsmitglied Jürgen Busch. Die Baumaßnahme sei ein Baustein der barrierearmen Umgestaltung der Wohnungen und Häuser der Genossenschaft. Das Projekt werde ausschließlich mit eigenen Mitteln finanziert, erklärt Jürgen Busch. Die Mietanpassung nach der Modernisierung bleibe moderat. Sie betrage rund vier Prozent; etwa das Doppelte wäre möglich. "Wir wollen die Hausbewohner möglichst gering belasten, ihnen auch weiterhin günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen", erklärt Nicole Jaegers. "Deshalb übernimmt die Genossenschaft ein Großteil der Kosten für die Aufzüge. Wir haben bei der Vergabe auch darauf geachtet, dass die Betriebskosten, die Wartung und der Notruf kostengünstig, die Aufzüge wartungsarm sind." Von den Fahrstühlen sollen nicht nur ältere Mieter, sondern auch junge Leute profitieren. Etwa dann, wenn sie Kinderwagen oder schwere Einkäufe in obere Etagen transportieren müssen. "Deshalb ist die Investition eine gute Entscheidung für die Zukunft", sagt Nicole Jaegers. "Denn mit jeder Barriere, die wir beseitigen, steigt die Lebensqualität unserer Mieter."

Die Aufzüge sind nur ein Baustein. Der Treffpunkt in der Geschwister-Scholl-Straße 7 - den die GWG gemeinsam mit der Volkssolidarität Bürgerhilfe e.V. betreibt - und das gemeinsame Wohnprojekt in der Heinrich-von-Kleist-Straße in Lübben-Nord sind weitere Projekte, die schon realisiert wurden und von den Bürgern angenommen werden, wie Jürgen Busch sagt. "Wir wollen die Zusammenarbeit mit der Volkssolidarität ausbauen, etwa einen zweiten Treffpunkt in Lübben-Nord einrichten."

Zudem soll bei jeder Baumaßnahme der GWG immer auch die Barrierefreiheit eine wichtige Rolle spielen-so wie etwa beim Bau der Balkone vor einigen Monaten in Lübben-Nord.

Zudem gebe es weitere Optionen. "Wenn etwa ältere Mieter nicht mehr problemlos in ihre Badewanne kommen, überlegen wie mit ihnen und der Volkssolidarität gemeinsam, ob beispielsweise eine Dusche besser wäre oder welche anderen Möglichkeiten es gibt", erklärt Nicole Jaegers. "Ziel ist es, den Menschen ihr vertrautes Umfeld möglichst lange zu ermöglichen."