In Vetschau und den Ortsteilen stehen künftig wahrscheinlich Mitfahrbänke für Einheimische und Touristen ohne ein eigenes Auto. Eine entsprechende Beschlussvorlage der Fraktion Die Linke wurde kürzlich im Hauptausschuss einstimmig befürwortet. Das klare Abstimmungsergebnis, aber auch die rege Diskussion über die Umsetzung zeugten in der Sitzung davon, wie akzeptiert die Initiative der Linken ist.
So informierte Andreas Malik (CDU) darüber, dass sich bereits vier Fraktionsmitglieder bereit erklärt haben, Bank-Paten zu werden und die Anschaffung der Sitzgelegenheiten zu sponsern. Möglicherweise lasse sich in jedem Dorf ein solcher Bank-Pate finden, so Malik. Chris Mielchen (WGO) lobte die Idee und riet dazu, Bushäuschen zu nutzen. Winfried Böhmer (Bündnis 90 / Grüne) hält es für wichtig, an den Bänken mit Schildern oder auf andere Weise den Autofahrern auch gut erkennbar zu signalisieren, dass hier jemand mitgenommen werden möchte.

Mitfahrbänke sollen in einem Pilotprojekt getestet werden

In einem Pilotprojekt, heißt es in dem Beschlussvorschlag, sollen die Bänke zunächst in Lobendorf, Tornitz, Briesen, Wüstenhain, am Gräbendorfer See, in Laasow und in Vetschau ausprobiert werden. Weiter wird darauf hingewiesen, dass gerade ältere Bürger Einkäufe und Arztbesuche oft nur noch mit dem Taxi oder mit Hilfe von Nachbarn erledigen können. Aber auch noch jüngere Menschen haben aus verschiedenen Gründen oftmals keinen Führerschein. Mit den Bänken könne für sie auf unkomplizierte Weise ein zusätzliches Mobilitätsangebot geschaffen werden. Je nach Reaktionen und Interesse auch aus anderen Ortsteilen können im Anschluss an das Pilotprojekt weitere Bänke platziert werden. Wobei über die entstehenden Kosten noch nicht gesprochen wurde.
In der Ausschuss-Sitzung wurden die Mitfahrbänke in St. Peter-Ording angesprochen, die mit ausklappbaren Richtungsanzeigern und Mitfahrbank-Schild an Holzpfeilern ausgestattet sind. Dies sei vorbildhaft und könnte für die Vetschauer eine Orientierung sein.