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Mittelstreifen ersetzen Ampeln

Planungsentwurf für den Roten Platz.
Planungsentwurf für den Roten Platz. FOTO: MKS Architekten-Ingenieure GmbH
Lübbenau. Noch sorgen Ampeln dafür, dass Besucher des Einkaufszentrums Roter Platz in der Lübbenauer Neustadt sicher über die Kochstraße und die Straße des Friedens gelangen. Mit dem Bau eines Kreisverkehrs dort, wo sich beide Straßen kreuzen jedoch werden die Lichtsignalanlagen ausgedient haben. Daniel Preikschat

Das wurde auch deutlich, als Planer Werner Hillmann vom Spremberger Büro MKS Architekten - Ingenieure kürzlich im Bauausschuss den aktualisierten Entwurf für den Ausbau beider Straßen im Bereich Roter Platz vorstellte.

Aus Sicht Hillmanns werden künftig lang gestreckte Querungshilfen auf beiden Straßen ein sicheres Überqueren der Straßen ermöglichen. Geplant sind gepflasterte Mittelstreifen, die Kraftfahrer nur ausnahmsweise bei Bedarf auch überfahren können. Sie würden zudem dazu beitragen, dem Einkaufszentrum mehr Platzcharakter zu verleihen. Kraftfahrer, Radfahrer und Fußgänger sollen die neu gestalteten Verkehrsflächen gleichberechtigt nutzen können, eine Höchstgeschwindigkeit von 35, höchstens 40 Stundenkilometern soll erlaubt sein. Der Rote Platz und die angrenzenden Straßen, so das Ziel, bilden eine Einheit.

Teil dieser angestrebten Einheit sind laut der MKS-Planung außerdem die Anbindung des Energiewegs sowie ein Parkplatz für die Mieter der WiS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald nahe des Roten Platzes. Glücklicherweise, so Hillmann, sei der neue Rote-Platz-Eigentümer Rewe ein guter Partner bei der Planung. Die Gestaltung des Roten Platzes selbst betreffend stehe fest, dass der Rewe-Markt und das zweite Gebäude mit den Fachmärkten im Winkel zueinander angeordnet errichtet werden. Der Rewe-Parkplatz habe 107Stellflächen.

Martin Richter (CDU) schien bei der Präsentation der Planung im Bauausschuss nicht restlos überzeugt von den Querungshilfen. Viele ältere Lübbenauer seien geh- oder sehbehindert. Bekommt Lübbenau schrankenlose Bahnübergänge, werde die Straße des Friedens außerdem zu einer wichtigen Verbindung in Richtung Altstadt und viel stärker befahren sein als jetzt noch. Hillmann wies auf Orientierungsstreifen für Sehbehinderte an der Straße des Friedens hin, die eingebaut werden.

Stadtplaner Peter Brandt betonte, dass die vorgestellte Planung noch diskutiert und möglicherweise verändert werden könnte.

Zum Thema:
Die Arbeiten am Verkehrskreisel beginnen bereits im November. In dem Abschnitt zwischen Spreewaldhaus und Lindenweg wird die Regenwasserleitung erneuert. Dafür muss die Straße voll gesperrt werden. Der Kreisel selbst soll 2018 gebaut, der Rote Platz 2019 neu gestaltet werden, zuvor werden die jetzigen Gebäude abgerissen. Rewe muss voraussichtlich für sieben Monate schließen.