Von Uwe Hegewald

Das passt, sagte sich Uwe Lehmann, als seine Heimatzeitung die ersten Anwärter des Mitarbeiter-Service-Preises vorstellte. Mario Dietz muss für diese Auszeichnung ins Rennen geschickt werden, befand der Altdöberner und hämmerte in die Tasten, um der RUNDSCHAU Klasse und Format des Hausmeisters der Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH (WIS) mitzuteilen. In Altdöbern verwaltet die WIS 497 Wohnungen, die von Mario Dietz mitbetreut werden.

„Anliegen der Mieter erledigt er schnellstmöglich oder leitet diese an Fachbereiche weiter, wenn das Problem mal etwas tiefer liegt. Auch wenn vieles an ihm hängen bleibt, ist er jederzeit aufgeschlossen, freundlich und zuvorkommend“, skizziert Lehmann „seinen“ Hausmeister. Nur einen kurzen Augenblick zögerte er mit dem Verfassen seiner (Lobes-)E-Mail, war Mario Dietz doch kürzlich erst in der LAUSITZER WOCHE in der Rubrik „Nicht ohne uns“ porträtiert worden.

„Dort geht es um ehrenamtliches Engagement, beim Mitarbeiter-Service-Preis um den beruflichen Auftritt. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe“, erklärt der zufriedene Mieter. Am 1. Juli 2012 ist Mario Dietz bei der WIS in die Hausmeisterdienste eingestiegen, wird seither als „Einzelfallkämpfer“ und „Kümmerer“ wahrgenommen. Den Rummel um seine Person kann der 42-Jährige nicht so recht nachvollziehen. „Ich mache doch nur meinen Job“, winkt er ab.

Es ist aber das „Wie“, was Altdöberner Wohnungsmieter an der Ausführung seines Jobs so loben: Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Mieter haben, ihnen einfach nur mal zuhören, Ansprechpartner für die Leute sein, bei Bedarf aber auch Vermittler und Seelenklempner. Dazu Uwe Lehmann: „Mario Dietz hat die Größe und Stärke, auf Menschen zuzugehen, was sich auch in seinen vielen ehrenamtlichen Aktivitäten widerspiegelt.“

Das habe auch nichts damit zu tun, dass er in Altdöbern geboren wurde und in der Schlosspark-Gemeinde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz aufgewachsen ist. In Altdöbern vollzog der Allrounder auch seinen Einstieg ins Berufsleben. „Mit einer Ausbildung zum Maler und Lackierer in der unvergessenen Malerfirma Strauߓ berichtet er. Unvergessen, weil sich Malermeister Waldemar Strauß Mitte der 1980er Jahre mit seinen kunstvollen Arbeiten in der Altdöberner Kirche (Markt) selbst ein Denkmal gesetzt hat.

So weit ist es bei Mario Dietz (noch) nicht, der sich noch immer mit der „alten Heimat“ verbunden fühlt. Vor zwölf Jahren ist er der Liebe wegen nach Lipten (Gemeinde Bronkow) gezogen, um immer nah bei seiner Anja zu sein und um sich mit ihr dort den Traum vom eigenen Wohngrundstück zu erfüllen. Tochter Paula und Sohn Filip haben die Ehe des Paares gekrönt, das sich im Dorf einbringt, wann immer es gerufen wird.

Altdöberner haben den Wegzug des Sohnes ihrer Gemeinde mit Fassung getragen, handelt es sich bei dem „Grund“ schließlich um eine ehemalige Spargelkönigin der Spargel-Erzeugergemeinschaft Spreewald/Lausitz. Und was die Lücke betrifft, die Mario Dietz in seinem Geburtsort hinterlassen hat, habe er diese mit dem Job als Vorzeige-Hausmeister dankenswerter Weise selbst geschlossen.