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Pferdesport
Mit viel Kraft und Eleganz

Martin Jurisch war beim Dressur- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Lübbenau auf dem Haflingerhof Noack mit "Sagajo" einer der erfolgreichsten Teilnehmer.
Martin Jurisch war beim Dressur- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Lübbenau auf dem Haflingerhof Noack mit "Sagajo" einer der erfolgreichsten Teilnehmer. FOTO: H.-J. Schiemenz/jcs1
Groß Klessow. Viel Pferdesport gab es am Samstag, dem letzten Septembertag in Groß Klessow zu sehen. Knapp Rund 170 Teilnehmer stellten sich in 300 Starts den Dressur- und Springprüfungen, die vom Reit- und Fahrverein Lübbenau/Spreewald organisiert worden waren. Hans-Joachim Schiemenz / jcs1

Allein der logistische Aufwand muss für den noch jungen Verein eine echte Herausforderung gewesen sein.

Dieser Lübbenauer Reitsportverein hat offensichtlich keine Nachwuchssorgen, wie so manch anderer Verein in der Stadt. Insgesamt 47 meist junge Pferdesportbegeisterte sind in der Mitgliederkartei eingetragen und die Nachfrage scheint ungebrochen. Besonders bei jungen Mädchen ist der Hang zu Pferden und die Vorliebe fürs Reiten deutlich. Jungen scheinen da weniger Interesse am Reitsport zu haben. "Und wenn sich Jungen im Reitsport engagieren, dann sind es meistens Namen, die bereits durch die Väter bekannt sind und die ihre Familientradition fortführen", sagt Mike Noack, Vorsitzender im Lübbenauer Reit- und Fahrverein.

Das Aufwärmen der Pferde begann bereits morgens um 8 Uhr. Es galt, die Tiere mit der Umgebung vertraut zu machen und sie an die Hindernisse und deren oft intensiven Farben zu gewöhnen. Auf dem Platz der Dressurprüfungen waren die Wettkämpfe bereits im Gange, als dann die ersten Reiter auf dem Platz der Springprüfungen an den Start gingen. Traditionell wurde mit den Wettkämpfen in der A-Klasse begonnen. Die schwierigeren Prüfungen - bis zur Klasse M - fanden dann am Nachmittag statt.

Im deutschen Reitsport werden die Prüfungen in Klassen eingeteilt, die dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad entsprechen. A - bedeutet "Anfängerklasse", gefolgt von der "L-Klasse", die für leicht steht, der "M-Klasse" für mittelschwer, bis hin zur "S-Klasse", schwer.

Die Liebhaber des Pferdesports kamen bei diesem Turnier voll auf ihre Kosten. Die Darbietungen bei den Dressurreitern boten ein beeindruckendes Bild pferdesportlicher Kraft und Eleganz, das viele in seinen Bann zog. Ebenso bei den Springreitern, wo Ross und Reiter der Reihe nach die Hindernisse auf dem Parcours überwanden.

Unter den Zuschauern war auch der 76-jährige Henning Stübgen aus Vetschau, der zur Siegerrunde begeistert Beifall klatschte. Gebürtig in Thüringen, begann er einst 1956 seine landwirtschaftliche Lehre, bevor er dann mit zwei Kaltblütern und einem Lanz-Bulldog im eigenen Betrieb begann. 1967 zog er schließlich nach Vetschau. Die Liebe zu den Pferden ließ ihn nie los. Über dieses Turnier in Groß Klessow konnte er nur lobende Worte finden. "Es ist fantastisch, wie alles gut abläuft - eine tadellose Organisation vom Lübbenauer Reit- und Fahrverein. Es macht richtig Spaß zuzuschauen", sagte er.

Ebenso hatte die zehnjährige Anna Kinetz vom Reitverein Gut Belten ihren Spaß am Springreiten. Sie begann vor drei Jahren selbst mit dem Reiten und findet viel Gefallen am Pferdesport. Sie war mit ihrer Familie da und schaute sich die Dressurprüfungen und das Springreiten an.

Dieses Reit- und Springturnier in Groß Klessow reiht sich mit den anderen Turnieren in Cottbus-Sielow, in Krieschow, Forst oder in Luckau ein in den großen Terminkalender des Landesverbandes Pferdesport Berlin Brandenburg. Einer der erfolgreichsten Reiter war Martin Jurisch, der mit seinem Pferd "Sagajo" in der Klasse M den ersten Platz belegte und Bernd Noack vom Reit- und Fahrverein Lübbenau/Spreewald in dieser Kategorie auf den zweiten Platz verwies.

Die gesamten Ergebnisse in allen Klassen sind zu finden unter:

www.fnverlag.de