Von Frank Hilbert

Seit 8.35 Uhr stand  am Samstag ein Güterzug auf einem Gleis in Lübbenau, weil es zu einem Brand in der E-Lok gekommen ist. Der Lok-Führer musste medizinisch betreut werden. Er hatte Brandgase eingeatmet, teilte die Leitstelle Lausitz auf Nachfrage mit.

Die Lübbenauer Feuerwehr war innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Mit einem Notfallmanager der Deutschen Bahn wurden weitere Maßnahmen zur Gefahrenbekämpfung abgestimmt. Nach bisherigen Informationen transportierte der Zug jedoch keine gefährlichen Güter, sondern Paletten und Autoplanen.

Aufgrund der Havarie, die vermutlich durch ausgelaufenes Kondensatoren-Öl entstanden war, wurde das Gleis blockiert, sodass es zur Beeinträchtigung des weiteren Zugverkehrs auf der Strecke Cottbus-Berlin gekommen war. Betroffen war davon auch der RE2 zwischen Vetschau und Lübben. Es gab jedoch laut Odeg einen Ersatzverkehr mit Bussen. Welche Züge genau betroffen waren, hatte die Odeg auf ihrer Website veröffentlicht. Der RE2 verkehrte demnach zwischen Berlin und Lübben sowie Cottbus und Vetschau planmäßig.

Auch der Zugverkehr der RB24 in Richtung Senftenberg/Eberswalde war unterbrochen, da der gesamte Bahnhof in Lübbenau wegen der Lösch- und Bergungsarbeiten der havarierten E-Lok gesperrt wurde. Besucher und Anwohner der Spreewaldstadt mussten eine Umleitung fahren, weil der Bahnübergang in der Bahnhofstraße in Lübbenau (aus Richtung Cottbus) durch die Waggons blockiert und somit unpassierbar war.

Bildergalerie Kameraden der Lübbenauer Feuerwehr haben die lichterloh brennende E-Lok gelöscht.