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| 02:42 Uhr

Mit Praxislernen aufs Berufsleben vorbereitet

Im Französisch-Kabinett hatten Lea Schuster, Michelle Pospischil, Michelle Pagels und Tyler Pegelow (v.l.) für die künftigen Mitschüler ein kleines Zuordnungs-Quiz vorbereitet. Tim Ulpts und Moritz Schmidt (v.r.) aus Werbig hatten verschiedenen Sportarten-Bildern das jeweilige französische Wort zuzuordnen.
Im Französisch-Kabinett hatten Lea Schuster, Michelle Pospischil, Michelle Pagels und Tyler Pegelow (v.l.) für die künftigen Mitschüler ein kleines Zuordnungs-Quiz vorbereitet. Tim Ulpts und Moritz Schmidt (v.r.) aus Werbig hatten verschiedenen Sportarten-Bildern das jeweilige französische Wort zuzuordnen. FOTO: bkh1
Dahme. Wie geht es weiter nach der Grundschule und welche Möglichkeiten bietet die Dahmer Oberschule "Otto Unverdorben"? Ausführliche Antworten auf diese Frage erhielten am Montagabend zahlreiche Sechstklässler mit ihren Eltern. Birgit Keilbach / bkh1

In dem altehrwürdigen Schulhaus und den Fachbereichs-Gebäuden herrschte ein reges Kommen und Gehen. Wegen der Experimente sei Chemie sein Lieblingsfach, erzählt Max Thiele. Er füllt gerade Essig in eine Plastikflasche, fügt etwas Backpulver hinzu und gemeinsam mit Chemielehrerin Katrin Mattausch stülpt er dann einen Luftballon über die Flaschenöffnung. "Das Backpulver reagiert mit dem Essig und es entsteht Kohlendioxid. Das Gas bläst den Ballon auf", erklärt der Siebtklässler. Vor einem Jahr hat sich auch Lea Schuster für die Dahmer Oberschule entschieden. "Ich fand sie am besten und Freunde von mir hatten sie auch empfohlen", sagt die Siebtklässlerin, die in Ihlow zu Hause ist. In der Klasse seien sie 23 Schüler, darunter vier Integrationsschüler. Das Verhältnis untereinander sei gut, "und wir helfen ihnen auch", sagt Lea Schuster. Am Montag bringt sie mit weiteren Mitschülern den Sechstklässlern ihre Freude an der französischen Sprache nahe.

Zwei von ihnen sind Moritz Schmidt und Tim Ulpts aus Werbig (Niederer Fläming). Sie sollen den auf Bildern dargestellten Sportarten die jeweiligen Worte in dieser Fremdsprache zuordnen. "Das ist gar nicht so schwer", stellt Tim fest, der ab Klasse 7 gern französisch lernen will. Moritz haben die Experimente in Chemie bisher am besten gefallen. Seine Mutter Nadine Schmidt hatte als Schülerin selbst Unterricht beim heutigen Schulleiter Henri Kuhl, für sie ein erster Sympathiepunkt. "Mir gefällt auch, dass es hier kleinere Klassen mit maximal 23 Schülern gibt", sagt sie. Während sich die Sechstklässler meist zurückhaltend in der vielleicht künftigen Schule umsehen, haben die Eltern viele konkrete Fragen. Am häufigsten werde nach dem Wahlpflichtfach, den Busverbindungen sowie nach den Perspektiven ihrer Kinder nach der 10. Klasse gefragt, nennt Schulleiter Henri Kuhl einige Punkte. Gut komme bei den Eltern an, dass bereits beim Tag der offenen Tür die Berufsberatung des Arbeitsamtes mit an Bord sei. "Viele Eltern haben diesen Aspekt schon bei der Wahl der Schule im Blick", sagt er. Nach Klasse zehn könnten die Oberschüler am Oberstufenzentrum das Abitur ablegen oder in die Berufsausbildung starten. "Unser Ziel ist es, dass alle Schüler unserer Schule mit einer klaren Perspektive verlassen. Im vergangenen Sommer hätten von den 54 Schülern bis auf einen alle einen Ausbildungsvertrag oder eine verbindliche Zusage von einer weiterführenden Schule in der Tasche gehabt. Als "Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung" beginne die gezielte Vorbereitung auf die berufliche Laufbahn ab Klasse sieben. Anschaulichen Einblick bot am Montagabend ein Film, den acht Neuntklässler als mit EU-Mitteln gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit einem Berliner Filmbüro anfertigten. "Sie haben dafür das Drehbuch geschrieben, Interviews mit Lehrlingen, Firmenchefs und Berufsberatern geführt, den Film gedreht, geschnitten und vertont und dabei viel gelernt", resümiert Fachlehrer Heinz Richter.

Schulleiter Henri Kuhl bietet am Samstag, 28. Januar, von 9 bis 11 Uhr eine individuelle Beratung für Eltern der sechsten Klassen an, die den Tag der offenen Schultür am Montag nicht wahrnehmen konnten. Auch Zehntklässler und deren Eltern können diese Möglichkeit im Hinblick auf die Bewerbung oder den Besuch einer weiterführenden Schule nutzen.