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| 19:53 Uhr

Kommunalwahl 2019 in Altdöbern
Lachmann fordert Winzer heraus

 Peter Winzer (SPD), Bürgermeister Altdöbern
Peter Winzer (SPD), Bürgermeister Altdöbern FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern. Altdöberner können am Sonntag zwischen dem Bürgermeister und seinem Gegenkandidaten wählen.

Wenn wahlberechtigte Einwohner der Gemeinde Altdöbern am Sonntag an die Wahlurne treten, entscheiden sie auch darüber, wer den Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters besetzen wird. Werden sie das Kreuz an den Namen von Peter Winzer machen, der seit Juli 2012 das Amt bekleidet, oder an Michael Lachmann, der das amtierende Gemeindeoberhaupt herausfordert?

„Für mich ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger überhaupt eine Wahl haben und nicht nur ein Kandidat zur Auswahl steht“, begründet Michael Lachmann seinen Schritt, gegen Peter Winzer anzutreten. Beide kennen sich aus früheren Legislaturperioden, wo sie mitunter so manche Meinungsverschiedenheit ausgefochten haben. „Seinerzeit war ich Vorsitzender des Altdöberner Bauausschusses und Peter Winzer Fraktionsvorsitzender der SPD. Da gab es immer mal wieder kontroverse Auseinandersetzungen“, so Michael Lachmann, der vor wenigen Monaten als Nachrücker für Monika Krüger (CDU) ins Gemeindeparlament zurückgekehrt ist. Er trete mit vielen eignen Ideen an, die er zum Wohle der Einwohner umsetzen möchte. Der Altdöberner See und dessen Entwicklung liegen dem 60-Jährigen besonders am Herzen. „Viele wissen, dass ich als passionierter Camper europaweit unterwegs bin. Da überlegt man schon, welche positiven Effekte sich vielleicht auch bei uns eignen“, sagt er. Passieren solle das im Einklang mit den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde, dem Zweckverband Lausitzer Seenland, der Politik und der LMBV, die ihm inzwischen verziehen haben dürfte. An der Seite der CDU-Landtagsabgeordneten Roswitha Schier ist er seinerzeit nach Brüssel gereist, um im EU-Parlament Druck auf die Bergbausanierer aufzubauen, die vorhatten, Eisenhydroxid in den Tiefen des Sees zu verbringen.

 Michael Lachmann (CDU), Herausforderer
Michael Lachmann (CDU), Herausforderer FOTO: Uwe Hegewald

Wie Michael Lachmann zeigt sich auch Peter Winzer unzufrieden mit der lokalen Baulandsituation. „Die Schaffung von Bauland, die Bereitstellung altersgerechter Wohnungen sowie Gewerbeansiedlungen sind ebenso im Eckpunkte-Papier der SPD enthalten, wie ein flächendeckendes Internet und Mobilfunknetz in der Gemeinde, sowie in den Orts- und Gemeindeteilen. Mit 18 Kandidaten zieht die SPD in den lokalen Wahlkampf. „Besonders stolz bin ich, dass ich sechs Frauen gewinnen konnte und dass sieben Kandidaten unter 50 Jahren das Altersniveau niedrig halten“, führt Peter Winzer an. Mit „seinen“ Leuten, aber auch mit allen Fraktionen der Gemeindevertretung (CDU, Altdöberner Freie Wähler und Die Linke) wolle er die bisher ausgewogene Zusammenarbeit fortsetzen. „Unser oberstes Ziel ist es, die örtlichen Vereine, Institutionen und die Freiwillige Feuerwehr weiterhin zu unterstützen, die Bereitstellung bedarfsgerechter Kita- und Hortplätze zu sichern wie auch den Schulstandort“, so Winzer. Die Bürgermeisterwahl ordnet er als Stimmungsbarometer ein: „Die Wähler werden entscheiden, ob sie mit meiner vorangegangenen Arbeit zufrieden waren. Ich hoffe, dass sie quittieren, was uns in den letzten Jahren für die Gemeinde gelungen ist“, prognostiziert er. Stellvertretend nennt er den Erhalt von Freibad und Bibliothek, den Ausbau der Geschwister-Scholl-Straße oder das Etablieren einer Senioren-Tagespflege in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Altdöberner Heimatverein.