Zwar wagen sich Radfahrer auch in der nichtwinterlichen Zeit dorthin, um ihre Fahrkünste zu erproben, doch seinem Namen machte der Berg erst in der vergangenen Woche wieder alle Ehre.
Das Winterwetter und die schulfreien Tage waren Anlass für den enormen Besuch auf dem Berg. Am Sonnabendnachmittag tummelten sich hier die Kinder und Jugendlichen, obwohl die weiße Decke wegen der vielen Bergaufkrabbeleien und Talfahrten fast kaum noch zu sehen war. Aber das tat dem Spaß keinen Abbruch.
Der Lübbenauer Frank Ludwig war mit Pflegekind Mandy (8) gekommen. „Die erste Schlittenabfahrt habe ich mit ihr heute gemeinsam gemacht. Nun schaue ich dem lustigen Treiben einfach zu. Übrigens bin ich hier als Kind selbst schon gerodelt“ , erzählt er schon etwas fröstelnd. Vom frostigen Nachmittag ließen sich die „Aktiven“ allerdings kaum beeindrucken. Schließlich hieß es ja erst einmal, den Berg zu erklimmen, um sich dann talwärts ins Zeug zu legen. Hier hatten die jungen Leute reichlich Ideen, um nach unten, über die keineswegs ebene Bahn zu gelangen. Nur auf dem Schlitten sitzen, das war vielen zu simpel. Da gab es ja auch noch den Plastebob oder einfach den Hosenboden. Tobias (16) schaffte Auf- und Abfahrt sogar mit seinem Fahrrad. „Gestern bin ich hier mit einem Kuchenblech heruntergesaust“ , erzählt er. Dass alles nicht so ohne Karambolagen und blaue Flecken abgeht, stört kaum. Alle sind mit Freude dabei. Anita (10) war drei Tage hintereinander gemeinsam mit ihrem Stiefbruder Marc (12) und Freundin Carolin (11) hier. „Es macht Spaß, auch wenn ich mal stürze“ , ist ihre Meinung.
Knapp 30 Unentwegte waren am Samstagnachmittag vom Wintersportfieber besessen. Zu ihnen gehörten auch Markus (13), Patrick (13), Martin (12) und Richard (9). Sie wagten sich an Kombinationen mit ihren Schlitten heran, wo die Stürze einfach vorprogrammiert waren. Zum Glück ging alles glimpflich ab. Während sich Dennis (8) mit seiner Mutter nach einer Stunde Rodeln auf dem Heimweg machte, weil ihm einfach kalt wurde, machte Patrick (12) das winterliche Wetter nichts aus. „Ich war schon mal in Österreich. Da konnte man prima Skilaufen. Das war noch schöner, aber hier auf dem Rodelberg fühle ich mich auch wohl“ , bemerkte er.
Wohl der Jüngste an diesem Nachmittag war Tyron (6). Er ließ sich weder vom Wetter noch von den Unebenheiten bei der Abfahrt beeindrucken. „Ich bin auch im Sommer oft auf dem Berg. Gestürzt bin ich auch schon, aber das tut gar nicht so weh“ , und er erklimmt wieder die Anhöhe.