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Mit dem Kartoffelkahn ins Spreewalddorf

Die ersten Speisekartoffeln aus der Ernte 2007 sind umgeladen und gelangen per Kahn zu den Spreewaldgaststätten in Lehde.
Die ersten Speisekartoffeln aus der Ernte 2007 sind umgeladen und gelangen per Kahn zu den Spreewaldgaststätten in Lehde. FOTO: R. Kupfer
Lindchen/Ressen.. Einmal in der Woche liefert der Landwirtschaftsbetrieb Lindchen/Ressen Kartoffeln in das Spreewalddorf Lehde. Per Kahn kommen die rund 60 Säcke an. So werden sie zu den Ausflugsgaststätten transportiert. Vom Lieferfahrzeug umgeladen, erreichen die Kartoffeln ihre Verbraucher. R. Kupfer

„Das ist ein mit Handarbeit verbundenes und eingespieltes System, das seit Jahren funktioniert“ , sagt der Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebs Fred Schulze. Er kümmert sich persönlich um diese Direktbelieferung.
Schon der Theodor Fontane lobte bei einem Besuch im Spreewald die wohlschmeckenden heimischen Erdäpfel. Zu vielen spreewaldtypischen Gerichten gehören schmackhafte Speisekartoffeln, auch Touristen schätzen diese Angebote nach wie vor. „Der sandige Boden und jahrelange Erfahrungen im Anbau dieser anspruchsvollen Kultur sind gute Voraussetzungen, um Speisekartoffeln, die das ganze Jahr schmecken, anzubieten“ , erklärt Schulze. Die Nähe zum Verbraucher sei von großem Vorteil.
In diesem Jahr begann die Frühkartoffelernte bereits am 19. Juni, so früh wie schon lange nicht. Es hat sich ausgezahlt, bereits Mitte März die vorgekeimten Frühen der Sorte „Solist“ in gut vorbereitetem Acker auf drei Hektar mit Hand zu stecken. Relativ hohe Temperaturen und keine Nachtfröste waren eine Voraussetzung für die zeitige Ernte. Besonders die hohen Temperaturen im zurückliegenden Winter waren für die Verantwortlichen im Lager ein Problem. Niedrige Nachttemperaturen wurden mit Erfolg für die notwendige Kühlung der Großmieten genutzt und damit die Qualität der Bestände aus der Ernte 2006 bis in den Juni 2007 erhalten.
Auch zukünftig setzt der Landwirtschaftsbetrieb Lindchen/Ressen auf den Anbau von Speisekartoffeln. „Mit einer Anbaufläche von 80 Hektar gehören wir zu den Größten in der Region“ , so Schulze. Immerhin bringe das für zehn Menschen in der Saison Arbeit und erspare andererseits außerdem noch europaweite Transporte.