| 02:32 Uhr

Millionenschwere Anmache

Habe ich mich gefreut: Paul Mills hat mir geschrieben. Eine Mail.

"Mein sehr guter Freund", heißt es darin. Und, dass er ein Bankmanager sei, dass er von einem Fonds eines Tornado-Opfers gelesen habe mit einem Guthaben von 12,3 Millionen Pfund. Er habe alle Daten, dass ein Ausländer diesen Fonds ohne jegliche Einmischung beantragen könne. Ich solle ihm meine Adresse schicken, Telefonnummer, und mittlerweile hätte ich Anspruch auf 40 Prozent der Summe.

‚Mächtig gewaltig', dachte ich. Knapp fünf Millionen Pfund! Vielleicht kann man das Geld in einen Spendenfonds in der Lausitz geben, einen Teil davon in die Straßensanierung. Der Rest könnte helfen, im Spreewald die Landschaft zu pflegen.

Allerdings bin ich dann beim Weiterlesen stutzig geworden. Paul Mills hat unterzeichnet als Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit NetWast Bank. Also doch kein Manager. Eine Frau steckt dahinter!. Raffiniert, diese Paula. Vermutlich wollte sie nur an meine Adresse und meine Telefonnummer kommen!.

Aber ich muss schon sagen, fast wäre ich auf den Trick mit den Millionen reingefallen.