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Millionen-Investitionen in Lübbenau

Mehrere Millionen Euro kosten die Stadt Lübbenau allein der Neubau des Regenrückhaltebeckens in der Lindenallee sowie die bereits weit fortgeschrittene Sanierung der Kita Wichtel in der Engelsstraße.
Mehrere Millionen Euro kosten die Stadt Lübbenau allein der Neubau des Regenrückhaltebeckens in der Lindenallee sowie die bereits weit fortgeschrittene Sanierung der Kita Wichtel in der Engelsstraße. FOTO: dpr
Lübbenau. Nicht nur in den Ausbau des Spreeweltenbades investiert die Stadt Lübbenau 2017 eine siebenstellige Summe. Es gibt noch weitere Projekte, die laut dem kürzlich beschlossenen Haushalt 2017 die Eine-Millio-Euro-Grenze übersteigen oder nah heranreichen. Daniel Preikschat

Wohl kaum eine andere Investition der nächsten Jahre wird in Lübbenau so sichtbar Spuren hinterlassen wie der Ausbau des Spreeweltenbads. Es ist geradezu Sinn der Sache, das dem so ist. Die neue Gestaltung des Innen- und Außenbereichs samt neuem Kleinkindbereich, Panoramascheiben, Pinguinfließ und Ruhehaus soll die Gäste entzücken. Zweieinhalb Millionen Euro werden für die so genannte "Attraktraktivierung" schon 2017 fällig. Auch wenn erst 2018 Baustart ist und in diesem Jahr nur vorbereitende Arbeiten am Dach durchgeführt werden, so Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos). Bis 2019 werden fast neun Millionen ins Bad geflossen sein. Der Fördermittelanteil geht dabei gegen null.

Ebenfalls sehr öffentlichkeitswirksam wäre die energetische Sanierung des Delphinbads. Hier rechnet die Stadt mit Kosten von 1,8 Millionen Euro im neuen Jahr, setzt das Projekt aber nur um, wenn es Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt gibt. Der Antrag, so Kämmerin Ute Radnitz, ist gestellt, jedoch noch nicht bewilligt.

Froh über den Kita-Ausbaus in der Engelsstraße sind vor allem die Kinder und Erzieher, die dort voraussichtlich Ende Mai wieder einziehen können. Noch einmal eine Million Euro sind 2017 laut dem beschlossenen neuen Haushalt zu investieren, nachdem im vergangenen Jahr schon 1,6 Millionen Euro zu zahlen waren. Vom Land kommen immerhin insgesamt rund 660 000 Euro.

Damm- und Karl-Marx-Straße in der Altstadt, an deren Sanierung derzeit parallel gearbeitet wird, bringen es zusammen auf über eine Million Euro Investitionskosten. Einwohner und Gäste dürften die Sanierung zu schätzen wissen, sie aber wohl auch für fällig, wenn nicht überfällig ansehen. Gleiches gilt sicher für den Verkehrskreiselbau am Roten Platz in der Neustadt. Noch dieses Jahr soll der Bau begonnen und auch fertiggestellt werden - für eine halbe Million Euro samt einer Zweidrittelförderung.

Kaum sichtbar für die Öffentlichkeit, dennoch "enorm wichtig" angesichts des Lübbenauer Hochwasserproblems ist aus Sicht von Bürgermeister Wenzel der Neubau des Regenrückhaltebeckens in der Lindenallee samt Drosselbauwerk, Zuleitergraben und Druckleitung. Er kostet mehr als der Spreeweltenbad-Ausbau, knapp zehn Millionen Euro. Der Fördermittelanteil ist hoch. Dennoch muss die Stadt in diesem und im nächsten Jahr 2,7 Millionen Euro Eigenanteil leisten.