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| 16:41 Uhr

Bürger begehren auf
Mieter in Otto-Nuschke-Straße beklagen Eingänge

Margot Lehmann vor Eingang Nr. 35 in der Otto-Nuschke-Straße. Mit sorgenvoller Miene zeigt sie auf den Splitt.
Margot Lehmann vor Eingang Nr. 35 in der Otto-Nuschke-Straße. Mit sorgenvoller Miene zeigt sie auf den Splitt. FOTO: Rüdiger Hofmann
Calau. Calauer Anwohner wünschen sich gepflasterte Bereiche wie bei den Nachbarblöcken. Die WBC verweist auf geringe Förderung. Von Rüdiger Hofmann

Margot Lehmann zeigt auf den Eingang der Otto-Nuschke-Straße 35. „Bänke und Fahrradständer stehen seit Jahren auf nicht gepflastertem Untergrund. Wir tragen alle den Splitt in das Haus, wodurch alles verschmutzt“, so die Rentnerin, die hier seit 50 Jahren wohnt. „Die Treppenflure sind in einem desolaten Zustand“, ergänzt Nachbar Josef Dittrich. Was er und Anwohner des Blocks 34 – 38 nicht verstehen: „Warum wurde vor anderen Aufgängen der gleichen Straße alles neu gepflastert – bei ihnen aber nicht?

„Alle Investitionen der WBC erfolgen im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Mittel und einer ordnungsgemäßen Bestandsbewirtschaftung“, sagt WBC-Geschäftsführerin Marion Goyn. „Für das Wohnhaus Otto-Nuschke-Straße 34 – 38 wurden für die Grundsanierung bisher etwa 400 000 Euro aufgewandt.“ Die dortige Grundleitung sei in einem so maroden Zustand gewesen, dass sie bereits 1996 erneuert werden musste, einschließlich der Befestigung des Hauseinganges, „wobei die Festlegung für die Pflasterung der Zuwegung und eine Splittbefestigung für die Abstellflächen der Fahrräder und Bänke getroffen wurde“, so Goyn. In den vergangenen Jahren wurden Grundleitungen saniert und Eingangsbereiche in der Otto-Nuschke-Straße 29 – 33 und 24 – 28 erneuert. Die nächsten Grundleitungen würden in diesem Jahr im Bereich 48 – 51 und 52 – 55 mit Erneuerung der desolaten Wohnstraße ausgetauscht. Block 34 – 38 habe vor etwa zehn Jahren einen neuen Anstrich und eine neue Dacheindeckung erhalten. „Hausanschlussleitungen für Elektro wurden dort Anfang des Jahres erneuert“, so die WBC-Geschäftsführerin. Ein neuer Dachboden sei in die Planung aufgenommen.

Im Mai 2018 gab es eine Begehung der Otto-Nuschke-Straße, Mieter wurden befragt. „Viele gewünschte Maßnahmen werden wir nach Dringlichkeit gewichten. Nach aktueller Umfrage sind 89 Prozent der Mieter mit der Qualität des Wohnumfeldes zufrieden“, so Goyn. Jährlich würde die WBC Eigenmittel für Wohnumfeldmaßnahmen wie neue Bänke aufwenden. Grünbereiche wie Hecken- und Rasenflächen werden im Turnus zurückgeschnitten.