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| 17:08 Uhr

Kommentar
Selbstbewusstsein und Verärgerung

Daniel Preikschat
Daniel Preikschat FOTO: LR / Sebastian Schubert

Es mag mühselig und zeitaufwendig gewesen sein, hat sich aber am Ende gelohnt. Die Rede ist von den vielen guten Hinweisen der Vetschauer für die Stadtumbau-Strategie. Interessant dabei sind auch die Rückschlüsse, die sich auf die Hinweisgeber ziehen lassen: Die Vetschauer wollen mit ihren Anregungen nicht nur mehr Lebensqualität für sich selbst und ein schöneres Wohnumfeld. Sie wollen ihre Stadt mit den Vorschlägen und Ideen auch über die Grenzen der Region hinaus bekannter machen und attraktiver. Das Image Vetschaus soll besser werden. In der Vorschlagliste sind die Pfunde genannt, mit denen sich wuchern lässt: Park, Altstadt, Schloss, Kulturgeschichte, Hellmann-Mayonnaise. Die Bürgerhinweise zeugen von Stolz und Selbstbewusstsein, aber auch von Ärger und Verdruss darüber, dass sich die Reize der Stadt am Tor zum Spreewald bisher noch nicht so herumgesprochen haben. Zugleich scheint den Hinweisgebern Kirchturmdenken fremd. Mit Lübbenau und Burg soll Vetschau kooperieren, die touristisch schon weiter sind. So kann es gehen.