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Zum Kita-Projekt
Nicht zu viel Beschützerinstinkt

Daniel Preikschat
Daniel Preikschat FOTO: Sebastian Schubert / LR

Kleine niedliche Kinder lösen bei Erwachsenen den Beschützerinstinkt aus. Das hat die Natur wahrscheinlich so eingerichtet. Wie das jetzt in der Kita Amalie Schmieder Haus erfolgreich angelaufene Hengstenberg-Projekt zeigt, kann aber genau das der freien Entwicklung der Kleinen, ihrer Entfaltung offenbar auch im Weg stehen. Dort haben die Erzieher mühsam gelernt, nicht immer gleich helfend einzugreifen, wenn die Kinder spielen. Sie begleiten „nur“ noch, sie sind „präsent, aber nicht dominant“, wie es es in der Hengstenberg-Pädagogik heißt. Und siehe da! Die Kinder werden beweglicher, körperlich, aber auch im Kopf. Der gute alte Beschützerinstinkt wird deshalb nicht überflüssig, er sollte wohl nur manchmal etwas gezähmt werden.