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| 12:05 Uhr

Übrigens
Das Ende der Streitkultur

Stephan Meyer
Stephan Meyer FOTO: LR / Peggy Kompalla
Einmal dezent angetippt, und die Schublade des neuen Schranks schließt flüsterleise. Ideal für Menschen, die es nicht nur ruhig mögen, sondern auch Streit scheuen. Doch wer sich leidenschaftlich zankt und seine Argumente auch mal mit einem lauten Knallen der Schranktüre unterstreicht, hat das Nachsehen. Von Stephan Meyer

Die vermeintlich überzeugende Begründung, warum man für dieses oder jenes Problem keinerlei Schuld trägt, verpufft in einer peinlichen Kunstpause. Der Rundfunkwerbung eines schwedischen Möbelhauses zufolge, ist einer der Hauptgründe für Zwistigkeiten in einer Beziehung der Mangel an Ordnung in der gemeinsamen Wohnung. Der Streitkultur wird nun mit sanftschließenden Schranktüren sowie cleveren Regalen und Boxen der Kampf angesagt. Doch die einmal geschaffene Ordnung muss dann selbstverständlich eingehalten werden. Wie naiv, wer denkt, das halte ewig.