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| 18:10 Uhr

Kommentar
Begabtenförderung mit Hindernissen

 Daniel Preikschat
Daniel Preikschat FOTO: LR / Sebastian Schubert
Das Beispiel von John-Paul Kühmel aus Klein Beuchow zeigt, wie schwierig Talentförderung in ländlicher Region sein kann. Dabei hatte der Junge mit der Schwimmbegabung den Vorteil, nahe von Zuhause und Schule in Lübbenau Sportbad und Schwimmverein vorzufinden.

Jetzt aber, mit zehn Jahren, fangen die Probleme an. Der Junge muss nach Cottbus, um den nächsten Schritt in der Talent­entwicklung zu gehen. Die Pendelei kostet Zeit und Geld. Beides investieren derzeit vor allem die Eltern, die für ihr Kind die Fahrerei auf ein erträgliches Maß begrenzen wollen. Talentförderung aber sollte nicht nur Privatsache sein und nicht nur in größeren Städten möglich sein. Bereits Zehnjährige im Internat unterzubringen, kann wohl auch nicht die Lösung sein. Zumal auch dabei Kosten entstehen für die Eltern. Härtefallregelungen bei der Schülerbeförderung wären hilfreicher und eine lohnende Investition in die Nachwuchsförderung. Jede Region bringt gern Spitzensportler hervor – sollte sie aber auch unterstützen, wenn sie noch Kinder sind.