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| 16:54 Uhr

Kommentar
Auf der Suche nach Akzeptanz

Daniel Preikschat
Daniel Preikschat FOTO: LR / Sebastian Schubert
Im 100. Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs hätte die Lübbenauer Schützengilde das Kriegerdenkmal gern schon eingeweiht. Nun wird es im November 2018 erst Mal nur eine Ausstellung im Rathaus geben zum Themenkomplex Erster Weltkrieg und Kriegerdenkmal. Von Daniel Preikschat

Wobei sich die Schützenbrüder mit ihrer bereits geleisteten Vorarbeit und ihrem Quellenmaterial sinnvoll einbringen können. Ein geschickter Schachzug, um für das Projekt die öffentliche Akzeptanz zu finden, die es auch braucht. Die Lübbenauer können sich beim Besuch der Ausstellung eine Meinung bilden und in die Diskussion kommen. Denn Diskussionsstoff birgt das Mahnmal-Thema reichlich. Passt ein Kriegerdenkmal noch auf den Kirchplatz, zehn Meter weg von den fröhlichen Lutki-Skulpturen? Oder ist nicht gerade in heutiger Zeit eine Warnung vor drohenden Kriegen angesagt? Kämen auch andere Standorte infrage? Wie soll das Denkmal aussehen, wie die Inschrift lauten? Das sind nur einige Fragen, die geklärt und deshalb zuvor breit diskutiert werden sollten. In Lübbenau gab es schon viele schöne Ausstellungen, aber wohl noch nie eine, die so wichtig war.⇥ Daniel Preikschat