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Städte gegen die Todesstrafe
Akzeptanz nicht selbstverständlich

Daniel Preikschat
Daniel Preikschat FOTO: M. Behnke / DC

Wer tötet, gehört hart bestraft, möglicherweise ein Leben lang in ein Gefängnis gesperrt – aber er gehört nicht getötet. Nicht in jeder Demokratie ist das eine Selbstverständlichkeit. Schon gar nicht für jeden Bürger in einer Demokratie, wie sich immer wieder zeigt. Die Akzeptanz eines Verbots der Todesstrafe aber ist nicht einfach nur einzufordern. Die Akzeptanz ergibt sich durch die ständige Auseinandersetzung mit den Fakten zum Thema, durch offene Diskussion, durch gute Argumente. So unangenehm und konfliktträchtig das auch ist. Deshalb ist es gut, auch in einer Stadt wie Lübbenau die Diskussion regelmäßig anzufachen. In der AWO-Fachschule ist das in diesem Jahr mit der Aufführung einer nachgestellten Gerichtsverhandlung besonders gut gelungen.