In der Kirche war eine Leinwand aufgestellt, auf der historische Bilder gezeigt wurden. Ortschronist Rainer Kamenz wurde bei der Lesung von Carola Kuba und Rita Luck unterstützt. Das Trio las abwechselnd aus der Aufzeichnung und schilderte verschieden Epochen der Geschichte.

„Zehn Jahre habe ich Material zusammengetragen, weitere zehn Jahre geschrieben und gesammelt. Nun möchte man ja irgendwann mal das Material der Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagte Rainer Kamenz. Der gebürtige Mehßower lebt in Plessa, ist aber noch eng mit seinem Heimatort verbunden. Vor mehr als 25 Jahren war es eine eher zufällige Begegnung, die den Anstoß zur Chronik gab. „Natürlich wäre es ohne fremde Hilfe gar nicht möglich gewesen, so viel Material zusammenzutragen. Besonders Pfarrer Christian Dienel aus Groß Jehser und der Calauer Ortschronist Fritz Jänchen sowie Ruth Hofemann aus dem Calauer Kirchengemeindebüro haben mir geholfen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von Alexandra Tost aus Saßleben (Klavier) und Josefine Radnick aus Raddusch (Querflöte), die unter der Leitung von Irina Fitzek aus Radensdorf ihr musikalisches Talent vorstellten. „Wir haben ganz bewusst die Kirche als Veranstaltungsort gewählt, weil sie allen offen steht, für alle ein wichtiger Berührungspunkt ist und wir für die Rekonstruktion des Gebäudes sammeln“, sagte Ortsvorsteherin Roswitha Reiche. Marina Pusch (geb. Kamenz) war mit ihrer Schwester Ramona Kamenz aus Calau gekommen. „Wir sind beide Großcousinen des Autors. Wir wurden in dieser Kirche getauft und konfirmiert“, sagte Marina Pusch. Ebenfalls aus Calau reisten Baumerts Töchter Hannelore, Karin und Sabine in ihren Heimatort. „Geschichte hat mich schon immer interessiert und Heimatgeschichte besonders“, sagte Karin Lehnert (geb. Baumert). Darauf hofft natürlich auch der Ortschronist. „Im Prinzip ist die Chronik fertig, zumindest bis 1945. Trotzdem gibt es immer Belegstücke, die man hinzufügen könnte“, sagte Rainer Kamenz.