ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:54 Uhr

Investition in Brandschutz und Lebensrettung
Mehr Platz für Kittlitzer Feuerwehr

Gute Stimmung am Donnerstag in Kittlitz. Staatssekretärin Katrin Lange (4.v.r.) kam aus Potsdam und überreichte einen Scheck. Mit dem Geld kann im Ort auf der grünen Wiese ein neues Gerätehaus gebaut werden. Im Herbst 2019 soll es eingeweiht werden können.
Gute Stimmung am Donnerstag in Kittlitz. Staatssekretärin Katrin Lange (4.v.r.) kam aus Potsdam und überreichte einen Scheck. Mit dem Geld kann im Ort auf der grünen Wiese ein neues Gerätehaus gebaut werden. Im Herbst 2019 soll es eingeweiht werden können. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Kittlitz. Für rund 560 000 Euro wird im Ortsteil ein neues Gerätehaus gebaut. Von Daniel Preikschat

Auf dieser grünen Wiese könnte man sich derzeit eher noch grasende Rinder oder Schafe vorstellen, aber noch nicht so richtig ein Feuerwehrgerätehaus. Für den Besuch der Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Kommunales wurde daher am Donnerstag in Kittlitz eine Stellwand aufgestellt mit Bauplänen. Gut 200 Quadratmeter groß soll der Gebäudekomplex werden mit geräumiger Umkleide, Sanitärbereich und Versammlungsraum sowie mit einer Garage für das Einsatzfahrzeug.

Außerdem wurde ein kleines Buffet vorbereitet für den Besuch von Katrin Lange. Das kann man wohl schon mal machen, wenn jemand einen Zuwendungsbescheid vorbeibringt. 254 000 Euro war als Summe eingetragen auf dem symbolischen Scheck, den die Staatssekretärin Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) überreichte. Die Lübbenauer profitieren dabei vom Kommunalen Infrastrukturprogramm (KIP). Wie so oft, sagte Wenzel bei dem Termin, musste der Antrag zügig gestellt werden. Jedoch lag ein Bauplan für das Gerätehaus schon länger im Rathaus in der Schublade. Es mussten nur noch Kleinigkeiten in Absprache mit der Feuerwehr verändert werden und – vor allem – ein Eigenanteil von rund 310 000 Euro erübrigt werden.

Das Kittlitzer Feuerwehrgerätehaus ist eines der kleinsten in Lübbenau mit seinen 13 Ortsteilen und kaum größer als eine Garage.
Das Kittlitzer Feuerwehrgerätehaus ist eines der kleinsten in Lübbenau mit seinen 13 Ortsteilen und kaum größer als eine Garage. FOTO: LR / Daniel Preikschat

Dem Gast mit dem Scheck wurde zuvor das derzeitige Gerätehaus gezeigt. Eher eine Garage, in der die Feuerwehrleute ihre Einsatzkleidung erst anlegen können, wenn zuvor das Löschfahrzeug Baujahr 1973 rausgefahren wurde. Eine Notbelüftung, vor zwei Jahren eingebaut, verhindert, dass die nach dem Einsatz wieder abgelegte Kleidung muffig wird. Apropos Einsatz. Elf Mal in diesem Jahr, so Ortswehrleiter Matthias Miethke weiter, waren die Kittlitzer gefordert. Zumeist Waldbrände. Miethke wies aber auch hin auf die Seen im Gemeindegebiet. In diesem Sommer ertrank ein Flüchtling im Lichtenauer See, ein Jahr zuvor brach dort ein Spaziergänger auf dem Eis ein und ertrank ebenfalls. Auf Rettungs- und Bergungseinsätze müsse sich die Kittlitzer Feuerwehr mit ihren 18 aktiven Kameraden weiterhin gefasst machen. Künftig, so Miethke, werde die Ortswehr aber auch nach Unfällen auf der A 13 angefordert werden. Außerdem sei zu bedenken, dass unweit des neuen Depots der Energieversorger Hoyer eine Lkw-Tankstelle in Betrieb genommen hat. Von der idyllischen Lage am Rande des Dorfs solle man sich nicht täuschen lassen. Das Gerätehaus liege zentral. Lichtenau, Schönfeld und Eisdorf gehören mit zum Ortsteil Kittlitz und müssen schnelll erreichbar sein.

Im Frühjahr 2019 soll laut den Planungen der Stadt Lübbenau mit dem Neubau begonnen werden. Im Herbst 2019 könnte das Gerätehaus eingeweiht werden, so Bürgermeister Wenzel. Mehr Geduld brauchen die Kittlitzer, was das neue Einsatzfahrzeug betrifft. Vor 2021 werde das nicht kommen. Andere Ortsteile haben vordringlicheren Bedarf.