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| 01:49 Uhr

Mehr pädagogisches Personal für Kitas gefordert

Lübbenau. „Das Brandenburger Kita-Gesetz ist nicht schlecht“, hat Heidrun Wetzk, Leiterin der Kita Rappelkiste in Vetschau, während eine Podiumsdiskussion zur frühkindlichen Bildung in Lübbenau erklärt. Doch die Landesregierung sei gefordert, klare Bestimmungen mit auf den Weg zu geben, um die Einrichtungen bei der Umsetzung der pädagogischen Konzepte zu unterstützen. ho

Auch zur Finanzierung der frühkindlichen Bildung hatte die Vetschauerin einen Vorschlag: „Die geplante Kindergelderhöhung sollte statt zu den Eltern in eine Bildungskasse fließen.“

Zur Diskussionsrunde über die Personalausstattung in Brandenburger Kindertagesstätten hatte die Gewerkschaft verdi am Montagabend im Gleis 3 Kulturzentrum Lübbenau eingeladen. Die Landtagskandidaten Werner-Siegwart Schippel (SPD), Roswitha Schier (CDU), Kerstin Bednardsky (Die Linke), Marie-Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen) und Hans-Ulrich Urspruch (FDP) stellten vor Kita-Mitarbeitern die Positionen ihrer Parteien zum frühkindlichen Bildungssystem in Brandenburg vor. In einem Video wurden die Belastungen der Erzieherinnen verdeutlicht. Unbestritten ist von den Politikern die Forderung der Gewerkschaft, dass der gegenwärtige Personalschlüssel verbessert werden müsse. Doch welche Verbesserungen finanzierbar sind, darüber stritten die Vertreter der Parteien. Die Bertelsmann-Stiftung habe im Länderreport 2008 festgestellt, dass jeweils auf eine Erzieherin 7,8 Kinder im Alter unter drei Jahren und 12,1 Kinder im Alter ab drei Jahre bis zur Schuleinführung kommen, sagte Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. Die sei viel zu viel.