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| 17:52 Uhr

Schulbezirke
Mehr Kinder für Altstadt-Schule

Auch Schüler aus Boblitz, Groß Lübbenau und Bischdorf könnte der Schulbus künftig zur Grundschule in die Poststraße bringen.
Auch Schüler aus Boblitz, Groß Lübbenau und Bischdorf könnte der Schulbus künftig zur Grundschule in die Poststraße bringen. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. Lübbenauer Stadtverordnete diskutieren neue Bezirke, Rathausplaner haben Favoriten.

Die neu gefasste Schulentwicklungsplanung für die Jahre 2017 bis 2022 in der Stadt Lübbenau ließ es bereits erahnen: Der Schülereinzugsbereich für die Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Poststraße wird voraussichtlich deutlich vergrößert. Schließlich sollen hier ab dem Schuljahr 2019/2020 pro Jahrgangsstufe zwei Klassen statt wie bisher nur eine Klasse unterrichtet werden. Außerdem soll die Klassenstärke in der Poststraße ungefähr so hoch sein wie in der Neustadt-Grundschule Werner-Seelenbinder.

Mit einem Diskussionspapier für die Stadtverordneten geht die Stadtverwaltung den ersten Schritt, dieses Ziel zu erreichen. Wobei aus Sicht der Verwaltung eine dieser Varianten am günstigsten wäre, wie am Mittwoch im Hauptausschuss auch der stellvertretende Bürgermeister Rainer Schamberg betonte. Laut dieser Variante bringen Busse der Hirschberger-Grundschule künftig auch Kinder aus den Ortsteilen Boblitz, Groß Lübbenau und Bischdorf.

Zuwachs kommt aber auch aus der Neustadt. Schüler, die in dem Karree wohnen, das Kraftwerkstraße, Kochstraße, Straße des Friedens und Bahnlinie bilden, besuchen ebenfalls die Altstadt-Grundschule. Bisher kamen sie nur aus einem Teil dieses Wohngebiets. Der andere Teil war ein so genanntes „Überschneidungsgebiet“. Das heißt, die Kinder sind entweder in der Altstadt- oder in der Neustadt-Grundschule eingeschult worden.

Größter Vorteil dieser Variante drei ist für die Schamberg, dass sich so für die beiden Regel-Grundschulen in Alt- und Neustadt annähernd die gleiche Klassenstärke ergeben würde. 20 bis 28 Schüler hat man im Rathaus für die Hirschberger-Grundschule in den Schuljahren 2019/2020 bis 2023/2024 errechnet, 22 bis 28 Schüler in diesem Zeitraum für die Seelenbinder-Grundschule.

Im Hauptausschuss nahmen Stadtverordnete aus allen Fraktion kurz Stellung zu der Vorlage aus dem Rathaus. Tenor war: Man werde die Varianten diskutieren, sich dann für die eine oder andere von ihnen entscheiden. Unisono gelobt wurde, mit Analyse und Vorschlägen frühzeitig eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Mit emotional aufgeladenen verbalen Auseinandersetzungen und der Bildung einer Bürgerinitiative müsse man daher wohl nicht rechnen. Genau das erlebte Lübbenau vergangenes Jahr, als es um die Schulentwicklungsplanung für 2017 bis 2022 ging.

Entschieden wurde der Umzug der Jenaplanschule im Jenaplanhaus in der Poststraße – eine Bildungseinrichtung mit besonderem pädagogischen Profil und einem Einzugsbereich über Lübbenau hinaus – in das leer stehende Oberstufenzentrum in der Neustadt. Das Jenaplanhaus kann in der Folge die benachbarte Traugott-Hirschberger-Schule nutzen. In das jetzt noch genutzte Schulgebäude soll später der Hort untergebracht werden.