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Mehr Akzeptanz für Wehren gefordert

Frank Fiedermann (Zinnitz) und der stellvertretende Kreisbrandmeister Harald Jurke (Ruhland) zählten zu den ersten Gratulanten von Andreas Richter (Zinnitz) und Roland Reinke (Mallenchen/v. l.). Die beiden Säulen ihrer Ortswehren sind mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes OSL ausgezeichnet worden.
Frank Fiedermann (Zinnitz) und der stellvertretende Kreisbrandmeister Harald Jurke (Ruhland) zählten zu den ersten Gratulanten von Andreas Richter (Zinnitz) und Roland Reinke (Mallenchen/v. l.). Die beiden Säulen ihrer Ortswehren sind mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes OSL ausgezeichnet worden. FOTO: uhd1
Bronkow. Mit deutlichen Worten hat der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) OSL, Manfred Mrose, die Situation der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis dargestellt. "Es geht um die Zukunft der Feuerwehr", mahnte er am Samstag in Bronkow. Uwe Hegewald/uhd1

96 Feuerwehrleute und Gäste trafen sich dort zur jährlichen KFV-Delegiertenversammlung.

"Wir müssen permanent auf unsere Situation aufmerksam machen", haderte Mrose mit der nicht zufriedenstellenden Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. "Was unsere Feuerwehrleute leisten, machen sie ehrenamtlich, unentgeltlich und aus innerer Überzeugung", betonte er. Die Zahlen, die Manfred Mrose mitgebracht hatte, sorgten für Betroffenheit: Demnach soll die Zahl der Mitglieder in den freiwilligen Feuerwehren in OSL von heute 45 000 bis 2020 auf rund 30 000 Frauen und Männer sinken. Die Zahlen seien alarmierend, vieles müsse neu strukturiert werden, forderte er. Als Beispiel führte der Verbandsvorsitzende das Zusammenspiel von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Straßenbaulastträgern an. "Eigentlich ist alles geregelt, es halten sich nur nicht alle daran", kritisierte er und sieht die Feuerwehr in eine Rolle von "Müllmännern der Nation" abdriften. Als Gewinn wertete er die Wahl von Werner-Siegwart Schippel (SPD) zum neuen Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes. Mit seinen Verbindungen zu Entscheidungsträgern könne Schippel Belange der Wehren an geeigneter Stelle anbringen, sagte Manfred Mrose.

Grit Klug, 1. Beigeordnete und Fachdezernentin, entgegnete, dass Politik und Verwaltungen Bedürfnisse der Feuerwehren einzuordnen wüssten. Als Beispiel nannte sie den Einzug des Digitalfunks. "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ab der elften Kalenderwoche soll im Rollout, der Markteinführung, mit der Umstellung von Analog- auf Digitaltechnik begonnen werden", informierte sie. Anerkennende Worte richtete Grit Klug an die Kreistagsabgeordneten, die sich darüber verständigten, dass der Landkreis die Finanzierung übernimmt. "Immerhin handelt es sich hierbei um Investitionen von rund 835 000 Euro.