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Manfred Kliche weckt Geschichte auf

Ortschronist Manfred Kliche führt seine Gäste auch in diesem Jahr wieder durch die Radduscher Geschichte.
Ortschronist Manfred Kliche führt seine Gäste auch in diesem Jahr wieder durch die Radduscher Geschichte. FOTO: H. Kuschy
Raddusch. Fast 1500 Urlauber und Einheimische sind im vergangenen Jahr mit dem Radduscher Ortschronisten Manfred Kliche auf Wanderschaft gegangen. Vom 17. April bis 30. Oktober sind diese Erkundungstouren auf dem historischen Wanderpfad auch in diesem Jahr möglich. H. Kuschy

Der Chronist lässt seine Besucher auch auf den höchsten Berg des Vetschauer Ortsteils steigen - zu erklimmen sind 65 Meter. Demnächst wir dort auch ein Gipfelkreuz stehen, das von Schmiedemeister Bernd Klinkmüller angefertigt wird.

Manfred Kliche erzählt den Gästen auf dieser von insgesamt 18 Stationen im Ort, wie der Berg entstanden ist. So war Raddusch einst von einem Riesen beherrscht worden, nachdem der Schneider des Dorfes auf Wanderschaft gegangen war. Nach seiner Rückkehr trafen sich beide an jener Stelle und schlossen eine Wette ab, wer wohl mehr Sand im Stiefel hat. Der Schneider schüttete seine beiden Stiefel aus - es entstanden zwei Hügel. Der Riese grollte, hob seinen Stiefel und schüttete ihn über die Hügel und den Schneider aus, der fortan unter dem Sand begraben war. "Deshalb", so Manfred Kliche, "heißt der Schwarze Berg Schwarzer Berg". Jeweils um 17 Uhr ist Treff zu dieser Wanderung vor dem Hotel "Radduscher Hafen". Nach Absprache unter Telefon 035433 71141 ist das auch außerhalb dieser Zeit möglich.

Eine Station dieses anderthalbstündigen Ausflugs in die Radduscher Geschichte ist der Besuch der Heimatstube. 38 Rentner haben im vorigen Jahr dafür gesorgt, dass die Stube für Besucher geöffnet werden konnte. Erstmals wird sie in diesem Jahr am 5. April, 14 bis 17 Uhr, zu besuchen sein. Der Heimat- und Trachtenverein bereichert diesen Tag mit Kaffeetafel, Ostereierverzieren, Musik und weiteren Überraschungen.

Auch zum Eierfest im nahen Spreewälder Hofladen am 12. April wird die Stube geöffnet. Vom 18. April bis 11. Oktober kann sie außerdem an jedem Freitag und Samstag von 14 bis 17 Uhr besucht werden. Möglich wird das auch an ausgewählten Sonntagen, so am 21. April, 4. Mai, 1., 8., 9., 15. und 22. Juni, am 22. Juli, 31. August und 5. Oktober.