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| 02:32 Uhr

Manege frei im Gahlener Feriencamp

Mit einem gemeinsamen Zirkusprojekt endete das fünftägige Umwelt-Outdoor-Camp in Gahlen. Zu den Stars in der Manege zählten Kinder aus mehreren Landkreisen, Cottbus und Polen, die unter der Regie von Zirkusdirektorin Paula Hannaske Mut, Können und Schlagfertigkeit bewiesen.
Mit einem gemeinsamen Zirkusprojekt endete das fünftägige Umwelt-Outdoor-Camp in Gahlen. Zu den Stars in der Manege zählten Kinder aus mehreren Landkreisen, Cottbus und Polen, die unter der Regie von Zirkusdirektorin Paula Hannaske Mut, Können und Schlagfertigkeit bewiesen. FOTO: Fotos: Uwe Hegewald/uhd1
Gahlen. Mit einem schallenden "Applaus, Applaus", entlockt Paula Hannaske dem Publikum heftigen Beifall für die Leistung "ihrer" Künstler. Sie ist die Zirkusdirektorin eines Teams aus Zauberern, Clowns, Jongleuren, Artisten und eines Zirkusorchesters die im Umwelt-Outdoor-Camp Gahlen den Abschluss einer aufregenden Ferienwoche feiern. Uwe Hegewald

Dass die Kleinkünstler erst Stunden zuvor mit dem Proben begonnen haben, ist vielen ihrer Darbietungen nicht anzumerken. Für ihre gewagten Hebefiguren müssen die Laiendarsteller ins Freie, da sich die Manege als zu niedrig erweist. "Ich liebe diese Atmosphäre und den Charme im Gahlener Feriencamp. Und ich bewundere den Mut und die Leidenschaft der kleinen Künstler", nennt Paula Hannaske Gründe, warum sie bereits zum vierten Mal in dem abgelegenen Camp zu Gast ist.

Eingebettet im Grünen erleben die jugendlichen Bewohner im Alter von 7 bis 13 Jahren die Reize der Natur hautnah. "Es ist inzwischen der vierte Durchgang in diesem Jahr und die sechste Feriencampstaffel überhaupt", erklärt Juliane Wiegand (31) vom veranstaltenden Verein "Interforum e.V." und dem "Mobilen Kinder- und Jugendtreff Altdöbern". Rayk Albinos (32) ergänzt, dass jedes Jahr großes Interesse besteht: "Wir sind regelmäßig überbucht und hätten allein in diesem Jahr fünf Wochen ranhängen können", sagt er. Die große Nachfrage begründen die Veranstalter mit den "großen Angeboten für einen kleinen Preis".

So stünden in den fünf Tagen Schatzsuche, Kochkurse, Reisen in den Lübbener Kletterwald, Aquarell-Malkurse, das Zirkusprojekt sowie interessante Workshops auf dem Programm. "Für diese konnten wir den Laasower Künstler Willi Selmer und den Großräschener Verein Schlupfwinkel gewinnen", berichten die beiden Camp-Wächter die noch auf eine weitere willkommene Beigabe hinweisen.

An einigen Tagen in der Woche holpert Wieners Eis-Mobil über die unbefestigte Straße, um die Camper mit Leckereien zu verwöhnen. "Hier hält man es aus. Keiner nervt, wir bekommen viel Freiraum und können uns den Tag oft frei gestalten", erklärt Paul Herrmann (12) seine wiederholte Teilnahme.

Sein ebenfalls aus Großkoschen stammender Kumpel Jan-Patrick Birkholz schwört auf die Abwechslung, die im Umwelt-Outdoor-Camp Gahlen geboten wird. "Angeln im Nixenteich, Lagerfeuer mit Stockbrot, Fuß- und Volleyball sind die Renner", so der Zwölfjährige, der sich zudem über seine ersten Polnischkenntnisse freut.

In der zweiten und vierten Durchgangswoche verwandelten jeweils zehn deutsche und zehn polnische Kinder das Gahlener Anwesen in ein internationales Feriendorf. Den Höhepunkt bildete das zweisprachige Zirkusprojekt mit einem staatenverbindenden Programm. "Bei den Darbietungen müssen die Künstler keine fremden Sprachen beherrschen. Der Zauber der Manege und die Freude, gemeinsam auf einer Bühne zu stehen, genügen, um Barrieren der Verständigung zu überwinden", erläutert Zirkusdirektorin Paula Hannaske die Philosophie dieser Treffen. Applaus, Applaus.

Zum Thema:
Paula Hannaske und Lucie Beyer bilden den Kopf einer Agentur, in der Künstler und Unterhalter aus dem Landkreis Dahme-Spreewald, Berlin und Hamburg mitwirken ( www.diezauberwerkstatt.de ). Der Verein Interforum plant, in den Herbstferien ein verlängertes Campwochenende durchzuführen. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 0175/7575508 möglich. uhd1