Im Juni wollte ein Kind ganz schnell ans Licht der Welt, die Mutter schaffte es nicht einmal bis ins Auto, mit dem sie ihr Mann ins Krankenhaus fahren wollte. Noch vor dem Haus auf der Wiese ging die Geburt los. Als die Hebamme kurz nach dem Anruf gegen fünf Uhr eintraf, brauchte sie das Neugeborene nur noch abzunabeln. Mutter und Kind waren wohlauf, statt einer Klinikgeburt war es eine glückliche Vor-dem-Haus-Geburt geworden.
Doch die meisten Entbindungen (71) fanden durch die drei Hebammen im Krankenhaus Spremberg statt. Mit dieser Einrichtung verbindet sie seit Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit. 28 Geburten stehen in der Statistik für 2004 für das Geburtshaus „Lichtblicke“ in Altdöbern, fünf Hausgeburten und elf im Krankenhaus Finsterwalde kommen noch hinzu. „Wir betreuten insgesamt 115 Geburten, das sind genauso viele wie 2003“ , sagt Heidrun Bertram.
Einen ziemlich turbulenten Jahreswechsel hatten die drei Hebammen, am 22. Dezember kam in Finsterwalde das letzte Baby des Jahres 2004 zur Welt, am 1. Januar wurden zwei Kinder in Spremberg und eins im „Lichtblicke“ geboren. Der geburtenstärkste Monat war allerdings der September (16), im März und November kamen jeweils nur vier Kinder zur Welt. Zweimal wurden Zwillinge ambulant in Spremberg geboren. „Die Frauen, eine aus Altdöbern, die andere aus Annahütte, konnten schon nach drei Stunden nach Hause gehen“ , sagt Heidrun Bertram.
Auf ein Baby aus dem Jahr 2004 warten die Altdöberner Hebammen noch mit Spannung, Termin war am 30. Dezember - vielleicht wird es ja an diesem Wochenende ein Sonntagskind.