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| 12:02 Uhr

Freude im Dorf
Malle für Kinder noch ein Stück attraktiver

Wenngleich die Spielplatzeinweihung sprichtwörtlich ins Wasser fiel, war Dank Seifenblasenspender die Enttäuschung wie weggeblasen.
Wenngleich die Spielplatzeinweihung sprichtwörtlich ins Wasser fiel, war Dank Seifenblasenspender die Enttäuschung wie weggeblasen. FOTO: Uwe Hegewald
Mallenchen. Freude im Dorf: Der Calauer Ortsteil Mallenchen weiht einen neuen Spielplatz ein.

Was ist wichtiger? Erlösender Regen nach endloser Hitzewelle oder die Einweihung eines Kinderspielplatzes? Beides – nur nicht zur selben Zeit. In Mallenchen ist am späten Freitagnachmittag jedoch genau das passiert. Gegen 17 Uhr steuert Matthias Lachmann seinen Deutz in Richtung Fest- und Spielplatz, um in Begleitung von Uwe Hentschel und Wolfgang Brzezinski Sitzgarnituren, Pavillon und Grill abzutransportieren. „Wir verlagern die Einweihungsfeier in den Dorfgemeinschaftsraum am Feuerwehrdepot“, rufen sie Ortsbeiratsmitglied Klaus Burkhardt noch zu und tuckern in Richtung Spritzenhaus.

Dort haben Frauen bereits eine lange Tischtafel gestellt und 30 Geschenkpäckchen vorbereitet. „Weil heute Kindertag ist und unser Spielplatz offiziell eingeweiht wird“, begründet Janine Lachmann. Die Mutter von drei Kindern gilt als eine der Drahtzieherin des Spielplatzprojektes für Mallenchen, das Kenner kurz „Malle“ nennen. Seit rund sieben Jahren kämpft der Calauer Ortsteil um den Bau, mit dem im Spätsommer 2017 begonnen worden war. „Entscheidend war das Votum der Stadtverordnetenversammlung Calau, die Investitionen für den Spielplatz in den Haushalt einzustellen“, erklärt Eckhard Klohs, Ortsvorsteher von Groß Jehser, zu dem auch Malle gehört.

Eines war ihm bewusst: um Stadtverordnete auf seine Seite zu ziehen, müssen belastbare Zahlen her. Das Team um Janine Lachmann kümmerte sich: „Mit Enkeln und Urenkeln, die regelmäßig bei Groß- oder Urgroßeltern zu Besuch sind und den im Dorf lebenden Mädchen und Jungen kommen wir auf 30 Kinder, die den Spielplatz nutzen“, sagt sie. Aber auch Mitbewohner ohne Nachkommen wüssten um die Attraktivität eines solchen Angebotes. 5000 Euro flossen aus dem Stadtsäckel, die jedoch nicht ausreichen, um das Gesamtinvestitionsvolumen komplett zu deckeln. Mallenchens Kindern ist das egal. Sie freuen sich auf die Fertigstellung des auf Kies gebetteten Kletter-, Rutsch- und Hangelgerätes, das ab sofort und zu jeder Tageszeit genutzt werden darf – wenn nicht wieder Platzregen daran hindert.